Ab Sommer Mannschaftskameraden: Kreisläufer Moritz Schade (r.) wird in der kommenden Saison gemeinsam mit Kenji Hövels auflaufen. Am 18. November des vergangenen Jahres spielte Schade mit Dessau in der Lübbecker Kreissporthalle. - © Oliver Krato
Ab Sommer Mannschaftskameraden: Kreisläufer Moritz Schade (r.) wird in der kommenden Saison gemeinsam mit Kenji Hövels auflaufen. Am 18. November des vergangenen Jahres spielte Schade mit Dessau in der Lübbecker Kreissporthalle. | © Oliver Krato

Lübbecke Schade kommt, Tauabo bleibt

Handball: Zweitligist TuS N-Lübbecke verpflichtet einen jungen Kreisläufer aus Dessau und verlängert den Vertrag mit seinem Rechtsaußen

Rainer Placke

Lübbecke. Der TuS N-Lübbecke setzt auch in Zukunft auf junge Spieler. Gestern gab der Handball-Zweitliga-Spitzenreiter die Verpflichtung eines neuen Kreisläufers bekannt: der 21-jährige Moritz Schade hat einen Vertrag bis 2019 unterzeichnet. Außerdem wurde der Kontrakt mit Rechtsaußen Ramon Tauabo um ein Jahr verlängert. "Wir wollen den Weg weitergehen, junge Spieler bei uns weiter zu entwickeln. Ich freue mich über die Entscheidung von Moritz, bei uns zuzusagen. Wir waren schon im vergangenen Jahr an ihm dran, da hat er sich für Dessau entschieden", meinte Trainer Aaron Ziercke zu dem Transfer. "Wir wollen den Weg weitergehen, junge Spieler bei uns weiter zu entwickeln" Der Lübbecker Trainer bezeichnet den 21-Jährigen als "körperlich sehr präsent, der auch gut im Innenblock decken kann". "Er kann jedenfalls gut zufassen und wird auf der Kreisläufer-Position ein gutes Gespann mit Nils Torbrügge bilden", ergänzte Ziercke, der den künftigen Kreisläufer schon länger auf dem Schirm hatte. "Obwohl er erst 21 Jahre jung ist, hat er in der Berliner Schule eine gute Ausbildung genossen und verfügt schon über einiges an Erfahrung", freut sich Ziercke auf die bevorstehende Zusammenarbeit. Schade ersetzt ab Sommer den für den zweiten Saisonteil verpflichteten Branimir Koloper, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Moritz Schade kam mit drei Jahren zum Handball und spielte als Jugendspieler zunächst für den TuS Schutterwald. Nach einer Initiativbewerbung bei Bob Hanning, dem Geschäftsführer der Füchse Berlin, bekam er die Chance, bei den Füchsen Berlin zu spielen und wechselte auf das Internat in der Hauptstadt. In seiner Zeit als Jugendspieler bei den Füchsen Berlin gewann er drei Deutsche Meistertitel sowie die Schulweltmeisterschaft in Trabzon/Türkei. Sein Profi-Debüt gab er im März 2015 im EHF-Pokal gegen den FC Porto. Mit den Füchsen Berlin gewann er in der Saison 2014/15 diesen Wettbewerb. Seit dem Sommer 2016 läuft er für den Dessau-Roßlauer HV auf. Im August des vergangenen Jahres wurde er mit der Junioren-Nationalmannschaft Vize-Europameister im dänischen Kolding. "Ich freue mich sehr, dass ich die Chance erhalten habe, ab kommenden Sommer beim TuS N-Lübbecke zu spielen und dabei meine angestrebten Ziele weiter verfolgen und erreichen kann", ist Moritz Schade motiviert für die Phase ab dem 1. Juli. Am Dienstag hatte der Kreisläufer die abschließenden Gespräche mit Teammanager Zlatko Feric und Geschäftsführer Torsten Appel geführt. "Wir freuen uns alle, dass es in diesem Jahr geklappt hat. Moritz Schade gehört zu den talentiertesten Spielern auf seiner Position", meinte Zlatko Feric zu diesem Thema. Schades Vertrag bis 2019 gilt sowohl für die erste als auch die zweite Liga. Zudem wird auch Rechtsaußen Ramon Tauabo weiterhin das Trikot des TuS N-Lübbecke tragen. "Ramon hat sich in dieser Saison in seinen Leistungen stabilisiert und sich die Vertragsverlängerung verdient", so Trainer Aaron Ziercke über seinen Rechtsaußen, der weiterhin ein Gespann mit Rene Gruszka auf dem rechten Flügel bilden wird. "Ich bin froh, dass Ramon auch in der kommenden Saison Teil der TuS-Mannschaft sein wird", so Aaron Ziercke weiter. Am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV hatte Tauabo nicht gerade seinen besten Tag erwischt, doch zuvor hatte sich der Linkshänder ziemlich stabil in seiner Entwicklung gezeigt. Mit den beiden Personalien ist die Personalplanung für die kommende Saison noch lange nicht abgeschlossen. Der TuS N-Lübbecke ist nach wie vor auf der Suche nach einem Spieler für den linken Rückraum, der auch über Deckungsqualitäten verfügt. "Gerade auf dieser Position suchen viele Vereine. Wir sind in Gesprächen mit potenziellen Kandidaten, aber es ist noch nichts entschieden", sagt Aaron Ziercke, der trotz des fortgeschrittenen Termins ganz ruhig bleibt. Bei dem letzten Neuzugang muss es sich nicht unbedingt um einen jungen Spieler handeln. "Wir sollten der Mannschaft ein bisschen Erfahrung zuführen", sagt Ziercke zu dem Anforderungsprofil des noch fehlenden Spielers. "Es haben schon Gespräche stattgefunden, und es werden noch weitere Unterhaltungen folgen. Angesichts unserer überwiegend jungen Besetzung im Rückraum mit Jo Gerrit Genz, Pontus Zetterman, Ante Kaleb und Kenji Hövels ist Lukasz Gierak schon der erfahrenste Spieler. Man sollte den jungen Leuten etwas Erfahrenes an die Seite stellen", ergänzte Teammanager Zlatko Feric.

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