Muss pausieren: Pontus Zetterman (hier beim Spiel in Lübeck) zog sich im Training eine Bänderverletzung zu, die ihn im Heimspiel gegen Wilhelmshaven zum Zuschauen zwingt. - © Foto: Tyler Larkin
Muss pausieren: Pontus Zetterman (hier beim Spiel in Lübeck) zog sich im Training eine Bänderverletzung zu, die ihn im Heimspiel gegen Wilhelmshaven zum Zuschauen zwingt. | © Foto: Tyler Larkin

Lübbecke Ziercke muss auf Zetterman verzichten

2. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke muss im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV seinen bislang erfolgreichsten Werfer aus dem Rückraum ersetzen. Um den Wiederaufstieg perfekt zu machen, fehlen noch zehn Siege

Ohne Pontus Zetterman muss Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke die Heimaufgabe gegen den Wilhelmshavener HV in der Lübbecker Kreissporthalle lösen. Der schwedische Linkshänder knickte am Mittwochabend beim Training um und zog sich eine Bänderverletzung zu, die einen Einsatz ausschließt. Dafür meldete sich der zuletzt in Lübeck fehlende Linksaußen Jens Bechtloff wieder zurück, er stieg am Donnerstag nach seiner Grippe wieder ins Mannschaftstraining ein. Dort hatte zu Wochenbeginn auch Abwehrchef Piotr Grabarczyk gefehlt, doch auch der Pole signalisierte inzwischen seine Einsatzbereitschaft. „Wir dürfe Wilhelmshaven nicht nach dem Tabellenstand beurteilen. Der WHV gehört zu den Teams, die bei uns nichts zu verlieren haben und vollkommen unbeschwert auftrumpfen können“, warnt Lübbeckes Coach Aaron Ziercke seine Spieler davor, den Gast auch nur ansatzweise zu unterschätzen. Die Wilhelmshavener verpatzten den Saisonstart mit einigen knappen Niederlagen völlig und fanden sich im unteren Drittel der Tabelle wieder. „Inzwischen hat sich der WHV stabilisiert und da unten herausgearbeitet. Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein, um zu zeigen, dass wir ein Heimspiel haben, das wir selbstverständlich gewinnen wollen“, ergänzt Ziercke, der bei den Norddeutschen in erster Linie die gut zufassende 6:0-Abwehr („Sie stören immer wieder und wollen keinen Spielfluss aufkommen lassen“) sowie den guten Gegenstoß über den künftigen Magdeburger Lukas Mertens hervorhebt. „Deshalb müssen wir wie fast immer geduldig bei unseren Angriffen sein und zu schnelle Abschlüsse möglichst vermeiden“, lautet Aaron Zierckes Forderung und spricht von einer „interessanten Aufgabe“. „Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir diese Aufgabe lösen können“, schiebt der Trainer des Tabellenführers hinterher. Dem TuS N-Lübbecke fehlen augenblicklich aus den restlichen 13 Spielen zehn Siege, dann wäre der Meistertitel und der direkte Wiederaufstieg in die Handball-Bundesliga perfekt. Mit einem doppelten Punktgewinn gegen den Wilhelmshavener HV würden die Schützlinge Aaron Zierckes nur noch 18 Punkte benötigen, um das große Ziel erreicht zu haben. „Natürlich schaut man das eine oder andere Mal auf die Tabelle. Und rechnen können wir auch. Je schneller wir das Ziel erreichen, desto besser wäre es“, sagt stellvertretend für die Mannschaft Kreisläufer Nils Torbrügge.

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