Lübbecke Nils Torbrügge hat sich beim TuS N-Lübbecke sehr gut eingelebt

Der 24-Jährige sieht den Teamgeist als extrem wichtig für den guten Saisonverlauf an

Rainer Placke

Lübbecke. Nils Torbrügge hat zwei große Ziele vor Augen. Mit dem TuS N-Lübbecke strebt er die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Handball-Bundesliga an. Außerdem befindet er sich im vierten Semester seines Master-Studiengangs in BWL. Seine Meisterarbeit wird er ab September bei der Firma Gauselmann schreiben - als Meister zur Masterarbeit sozusagen. "Das hört sich doch gut an", schmunzelt Torbrügge, der sich seit seinem Wechsel zum TuS N-Lübbecke zu einem ganz wichtigen Bestandteil eines funktionierenden Kollektivs entwickelt hat. "Wir haben noch 13 Begegnungen zu absolvieren, davon müssen wir zehn gewinnen" Ohnehin sieht der 24-Jährige den sehr gut entwickelten Teamgeist beim TuS N-Lübbecke als extrem wichtig für die gute Entwicklung bei seinem aktuellen Arbeitgeber. "Mich hat im nachhinein die tolle Vorbereitung total beeindruckt. Wir haben es innerhalb dieser sechs Wochen hinbekommen, eine Mannschaft zu werden, in der einer für den anderen da ist", sagt Torbrügge. "Wenn mir jemand vor acht Monaten gesagt hätte, ihr führt im März 2017 die Tabelle der 2. Liga mit sechs Punkten Vorsprung auf die Verfolger an, dann hätte ich das sofort unterschrieben", ergänzt der 24-Jährige. Er hat seinen seinen Wechsel von GWD Minden zum TuS N-Lübbecke zu keiner Sekunde bereut. "Auch wenn wir unsere Minuspunkte in Spielen eingesteckt haben, in denen es nicht unbedingt nötig war, liegen wir doch total gut im Rennen. Wir haben noch 13 Begegnungen zu absolvieren, davon müssen wir zehn gewinnen", weiß Nils Torbrügge um die Tabellensituation in der 2. Bundesliga. Und deshalb möchte er selbstverständlich das Heimspiel am Samstagabend gegen den Wilhelmshavener SV siegreich gestalten, um anschließend "nur noch neun Mal gewinnen zu müssen, um unser großes Ziel erreichen zu können". Nils Torbrügge weiß auch gut mit dem Druck umzugehen, als Tabellenführer immer in der Favoritenrolle zu sein. "Wir haben durch den guten Saisonverlauf genügend Selbstvertrauen sammeln können, um das zu verarbeiten. Doch wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen, um es auch siegreich zu gestalten. Wir sind nicht so dominant, um Siege mit 70 Prozent zu erreichen. Wir müssen jedes Mal 100 Prozent abrufen", sagt Nils Torbrügge, der dafür das letzte Auswärtsspiel am vergangenen Freitag in Lübeck nennt. "Nach einer schwachen ersten Halbzeit haben wir uns erheblich gesteigert und sind nicht nervös geworden. Das werte ich als gutes Zeichen", sagt Student Nils Torbrügge, der sich mit seinen Nebenleuten Piotr Grabarczyk und neuerdings Branimir Koloper ("Seine Verpflichtung war ein echter Glücksgriff") auf dem Spielfeld sehr gut versteht. "Und vorne hat Nils auch schon viele Akzente setzen können und seine Kritiker eines Besseren belehrt", freut sich sein Trainer Aaron Ziercke über die Entwicklung der Kraftpakets.

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