EM-Start - © Foto: Monika Skolimowska
Bundestrainer Christian Prokop möchte gegen Montenegro gleich einen Sieg sehen. | © Foto: Monika Skolimowska

Auftaktspiel für DHB-Team Deutsche Handballer heiß auf EM-Start gegen Montenegro

Zagreb - Mit Volldampf zum ersten Sieg! Deutschlands Handballer wollen an diesem Samstag (17.15 Uhr) gegen Montenegro einen furiosen EM-Start hinlegen und sich eine gute Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf verschaffen.

«Die Vorfreude ist groß, die Anspannung aber auch», sagte Bundestrainer Christian Prokop vor seiner EM-Premiere. Gegen das Balkan-Team, das bei bisher drei EM-Teilnahmen noch keinen einzigen Sieg feiern konnte und zweimal Letzter wurde, ist der Titelverteidiger klarer Favorit. Zumal den Montenegrinern in Torjäger Vuko Borozan und Torwart Nebojsa Simic zwei Schlüsselspieler verletzt fehlen.

Prokop, der bei der Nominierung mit dem vorläufigen Verzicht auf die Europameister Finn Lemke, Fabian Wiede und Rune Dahmke verblüfft hatte, kann dagegen personell aus dem Vollen schöpfen. «Alle Spieler sind fit und gut drauf», berichtete der 39-Jährige.

Von seinem Team forderte er eine aggressive Abwehrleistung und volle Konzentration im Angriff. «Wir brauchen schnelle Beine und benötigen eine positive Körpersprache», sagte Prokop. Denn ein Ausrutscher zum Auftakt kann und will sich die DHB-Auswahl nicht leisten.

«Wir wissen, dass wir die Gejagten sind. Jeder will uns den Titel streitig machen», sagte Hendrik Pekeler. Der Kreisläufer vom deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen war wie sieben weitere Spieler schon vor zwei Jahren beim sensationellen Gold-Triumph dabei. «Wir haben viele Alternativen und sind wieder gut gewappnet», sagte Pekeler.

Vor allem im Rückraum hat Prokop viele Möglichkeiten, denn gleich vier Spieler können dort auf links oder in der Mitte agieren. Für Druck auf der rechten Seite soll vor allem Kai Häfner sorgen, der 2016 bei der EM seinen internationalen Durchbruch schaffte. «Natürlich sind das schöne Momente, an die man sich gerne erinnert. Aber ich bin kein Freund davon, in der Vergangenheit zu schwelgen», sagte der Hannoveraner. «Wir müssen diese Leistung wieder auf die Platte bringen.»

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