Attacke: Kiels Torwart Andreas Wolff (li.) hatte gut zu tun. Sebastian Reinsch (Mitte, neben Christian Zeitz) traf doppelt für Spenge. - © Yvonne Gottschlich
Attacke: Kiels Torwart Andreas Wolff (li.) hatte gut zu tun. Sebastian Reinsch (Mitte, neben Christian Zeitz) traf doppelt für Spenge. | © Yvonne Gottschlich

Handball Kiels Meistertrainer lobt tapfere Spenger

THW gewinnt munteres DHB-Pokal-Spiel beim Oberligisten standesgemäß

Uwe Kleinschmidt

Spenge. Das fachkundige Publikum hatte Grundlegenderes zu besprechen als das erste Halbfinale der ersten Runde des DHB-Pokals in Spenge. Den 35:24-Sieg des Dessauer HV über den 1. VfL Potsdam nahmen sie wohlwollend im Vorübergehen zur Kenntnis. Die Prognose über den Ausgang des Hauptfilms an diesem Samstagabend war wichtiger. Bei etwa 40:10 für den großen THW Kiel pendelten sich die Tipps ein. „Die sind einfach zu stark." Aber wer weiß? „Wenn wir gut reinkommen und die Kieler uns unterschätzen..." Sie kamen gut rein, die Spenger, aber die Kieler unterschätzten sie halt nicht. Und weil sie auch noch einfach zu stark waren, gab es dann am Ende ein 36:19 (19:11), das einigermaßen weit weg war vom 40:10 und den tapferen Spenger Oberliga-Spielern ziemlich gut zu Gesichte stand. Fabian Breuer hatte zwei Spenger Treffer beigetragen, zwei sehr schöne nebenbei, und meinte nachher: „Das ist einfach geil, gegen solche Jungs zu spielen. Die haben eine ganz andere Aura, wenn sie in die Halle kommen." Spenge verpasst des Trainers Ziel Aura, aber eben auch Klasse. Spenge spielte trotz einiger einfacher Ballverluste im oberen Bereich des Potenzials, die Kieler zogen an, wenn es nötig war. Um zunächst über 11:5 zum sicheren 19:11, dem Pausenstand zu gelangen. Danach sahen die 1.000 Zuschauer weiter ein sehr munteres, von Spenge mutiges Spiel, das nur die Anforderung des TuS-Trainers Heiko Holtmann nicht erfüllte, 20 Tore zu werfen. Kiels Trainer Alfred Gislason hatte dennoch lobende Worte parat. „Am Anfang war Spenge schneller, als wir gedacht haben. Wenn Andreas Wolff im Tor nicht so gut gehalten hätte, wäre es noch länger offen gewesen." Der Meistertrainer schloss: „Spenge hat eine talentierte, gute Truppe. Es hat uns Spaß gemacht." TuS Spenge: Räber/Becker; Clausing (2), Kopschek (5/2), Reinsch (2), Wolff (1), van Zütphen (1), Brezina, Bracksiek (1), Tesch, Prüßner (2), Holland, Breuer (2), Gräfe (3).

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