Reinhard Grindel - © Foto: Jan Woitas
DFB-Präsident Reinhard Grindel in der Red-Bull-Arena in Leipzig. | © Foto: Jan Woitas

Zehn Sieger, vier Verlierer DFB kürt Spielorte für EM-Bewerbung

Frankfurt/Main - Wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am heutigen Freitag die Spielorte für eine mögliche EM 2024 in Deutschland kürt, hoffen 14 Kandidaten auf den Zuschlag.

Bei der Vergabe durch das DFB-Präsidium wird es aber nur zehn Sieger geben - vier Städte gehen leer aus. Da ist Frust programmiert, weshalb der DFB die Bewerbungen nach rein technischen Gesichtspunkten bewertet hat und den gesamten Prozess von Transparency International begleiten ließ.

«Es wird keine sportpolitische oder gar Gefälligkeitsentscheidung geben. Die besten Zehn sollen die EURO austragen. Das wird das Leitbild der Präsidiumsentscheidung sein», versprach DFB-Präsident Reinhard Grindel vor der entscheidenden Sitzung in Frankfurt.

Er hofft, dass die Art der Transparenz der technischen Bewertung von Sachverhalten und von Fakten eine befriedende Wirkung hat. «Vor allem natürlich in den vier Städten, die nicht zum Zuge kommen», sagte Grindel.

Eine Europameisterschaft in Deutschland wäre für die beteiligten Kommunen sehr lukrativ. Kein Wunder, dass die Stadtoberhäupter kräftig Werbung machten. Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mönchengladbach, München, Nürnberg und Stuttgart hoffen auf eine Zusage.

Die EM-Vergabe durch die Europäische Fußball-Union findet im September 2018 statt. Neben dem DFB bewirbt sich die Türkei um das Event mit 24 Mannschaften. Als die EURO 1988 zum ersten Mal in Deutschland stattfand, waren es noch acht Teams. Grindel verspricht sich von einer Austragung der Endrunde in sieben Jahren einen positiven Effekt - sowohl für den deutschen Fußball als auch für das ganze Land.

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