Gefordert - © Foto: Daniel Maurer
Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann muss für das Spiel in Rasgrad einige Spieler ersetzen. | © Foto: Daniel Maurer

Mit Nachwuchskräften 1899 Hoffenheim bei Ludogorez Rasgrad gefordert

Rasgrad - Nach der Landung in Warna war erstmal Trainer Julian Nagelsmann das bevorzugte Selfie-Motiv für die etwa 70 mitgereisten Fans von 1899 Hoffenheim.

Vor dem zweiten Europa-League-Gruppenspiel bei Ludogorez Rasgrad vermissten die Anhänger am Kofferband eine ganze Reihe von bekannten Gesichtern in der Mannschaft. Der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga verzeichnet vor der Partie beim bulgarischen Meister gleich neun Ausfälle.

Dennoch war Nagelsmann «mit großer Vorfreude» in den Flieger gestiegen. «Ich finde es total interessant, Spieler dabei zu haben, die sich bisher in der U23 gezeigt haben. Aber wir sind ja nicht eine totale Rumpftruppe hier», betonte der 30-Jährige, der die Nachwuchsakteure Meris Skenderovic, Robin Hack, Stefan Posch und Neuzugang Justin Hoogma erstmals dabei hat.

Fest fürs Mittelfeld eingeplant ist auch der erst 19 Jahre alte Dennis Geiger, der beim 2:0-Sieg gegen Schalke 04 am Wochenende zuvor sein erstes Bundesliga-Tor geschossen hatte und immer mehr in die Rolle des abgewanderten Sebastian Rudy hineinwächst. «Das ist doch eine ganz tolle Sache für diese Spieler«, sagte Nagelsmann.

Zur Pressekonferenz hatte er extra einen Zettel mitgebracht, um keinen fehlenden Spielernamen zu vergessen. Zu den Ausfällen gehören auch die Nationalspieler Sandro Wagner, Serge Gnabry und Kerem Demirbay, Stammverteidiger Benjamin Hübner und U21-Europameister Nadiem Amiri.

Nach dem 1:2 zu Hause gegen Sporting Braga steht Hoffenheim im Nordosten Bulgariens bereits mächtig unter Druck. Torjäger Mark Uth ist dabei und versprach: «Wir geben alles, um die ersten drei Punkte zu holen.» Der 26-Jährige hatte sowohl in der gescheiterten Champions-League-Qualifikation gegen den FC Liverpool als auch gegen Braga getroffen und steht in der Bundesliga schon bei vier Toren.

«Für mich läuft es ganz gut: Ich treffe, es macht Riesenspaß. Letzte Saison hatte ich viel mit Verletzungen zu tun gehabt», erklärte Uth. «Diesmal habe ich die ganze Vorbereitung mitgemacht. Es tut mir gut, viele Spiele zu machen und es läuft von Spiel zu Spiel besser.»

Rasgrad war zuletzt sechsmal Meister, der Verein des Oligarchen Kiril Domustschiew ist derzeit Tabellenzweiter hinter ZSKA Sofia. Der Club stand zweimal in der Gruppenphase der Königsklasse und scheiterte 2013/2014 im Achtelfinale der Europa League am FC Valencia.

Internationale Erfahrung, so Nagelsmann, könne immer ein paar Prozentpunkte im Spiel ausmachen, aber: «Entscheidend ist, die Qualität und die richtige Einstellung auf den Platz zu bekommen.»

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