Ernst an der Powergrenze

Ohne Auto aus Südafrika angereist: Ein Dienstwagen für den Jahrhunderttrainer

VON CONRAD SCHORMANN

Bielefeld. Im Iran chauffierte ihn ein Chauffeur, in Ghana auch. In Südafrika fährt der Trainer selbst. Ernst Middendorp kaufte einen CLS 320 CDI und war damit sehr zufrieden. Aber dann riefen die Bielefelder Arminen nach ihrem Jahrhunderttrainer. Der kam mit dem Flieger ?“ und fährt als Dienstwagen jetzt das Modell, für das er sich schon in Südafrika entschieden hatte.

Seit einigen Tagen schon ist Middendorp mit dem schwarzen Geschoss unterwegs. Am Mittwoch übergab ihm Mercedes-Benz-Verkaufsleiter Hans-Peter Lisson den Wagen offiziell, ein coupéhaftes Auto, abgeriegelt bei 250 Sachen. 224 Pferdestärken könnten den Daimler noch schneller machen, aber der automatische Temporiegel funktioniert. Bei zwei Dienstfahrten nach Nürnberg und Hamburg hat Ernst Middendorp die Powergrenze ausgelotet. Und 1.600 Kilometer abgerissen.

Ernst Middendorp ist im Dienst für seine Arminen auch wegen seiner Asphalt-Abenteuer zur lokalen Legende geworden. Am Ende des einen Abenteuers stand ein Jaguar manövrierunfähig auf Straßenbahnschienen, am Ende des anderen saß Middendorp in einem Taxi, während die Mannschaft ohne ihn im Bus weiterfuhr. Mit Automobilen britischer Herkunft hat der Fußballlehrer längst abgeschlossen. Schon während seines jüngsten Bielefelder Engagements sei er einen 500er-Daimler gefahren.

In Ghana ließ er sich mit einem Ford Pickup transportieren. Die eine oder andere asphaltierte Straße gebe es auch dort, aber man müsse "gewappnet sein" für Buckelpisten. Die exotische Marke seines Iraner Dienstwagens kann er nicht benennen "Der sah fast aus wie ein BMW." Jetzt fährt er wieder ein Auto mit Stern. Den Wagen auszusuchen, "hat zwei Minuten gedauert".

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