Middendorp-Vertrag vor dem Abschluss

ARMINIA: Geschäftsführer-Job besprochen

Bielefeld. Ernst Middendorp verlässt Europa. Heute wird er ein Flugzeug besteigen und Bielefeld den Rücken kehren. Doch er kommt schon bald wieder. In drei Tagen - dann, um mit großer Wahrscheinlichkeit einen Vertrag bei Arminia Bielefeld zu unterschreiben. Die Verpflichtung Middendorps als Geschäftsführer Sport scheint unmittelbar bevorzustehen. Darauf deuten Gespräche zwischen den DSC-Verantwortlichen und dem früheren Bielefelder Trainer hin.

Aus dem jüngsten Meinungsaustausch ging Middendorp mit dem Gefühl heraus, dass "man von Vereinsseite mit Überzeugung die Dinge in meine Richtung in Gang bringen will". Dieser Punkt ist für Middendorp wichtig, denn er wünscht sich eine vorbehaltlose Zustimmung zu seiner Person.

Darüber hinaus galt es, die seit seinem Abgang 1998 neu in den Vorstand gerückten Roland Kentsch, Albrecht Lämmchen und Andreas Mamerow kennenzulernen. Zunächst sprach Middendorp mit dem Vorstand ohne seinen potenziellen Kollegen Kentsch. Letzterer fand es unschicklich, sich in diese Personalie zu sehr einzumischen.

Gemeinsam wurden Ideen ausgetauscht sowie über Kompetenzen und Funktionen diskutiert. Middendorp stellte eine "Identität" der Vorstellungen fest und sagt über den möglichen Job bei Arminia: "Ich kenne die Anforderungen, sie entsprechen meinen Fähigkeiten."

Im Raum steht ein Vertrag als Geschäftsführer Sport "mit einem klaren Verantwortungsbereich und perspektivisch ausgerichtet", wie Middendorp erklärt. Nach einem Vieraugengespräch mit Kentsch vereinbarten beide Parteien, die jüngsten Eindrücke "sacken zu lassen". Middendorp sieht die Voraussetzung, "die Sache gegebenenfalls relativ schnell einzutüten".

Von einem guten Gespräch berichtete Hans-Hermann Schwick. "Und wenn ich gut sage, meine ich, dass unsere Vorstellungen von dem zu vergebenden Job gut zusammenpassen", fügte der DSC-Präsident hinzu. Noch sei aber keine Entscheidung gefallen. Man wolle sich zu Middendorps Rückkehr wieder zusammensetzen.

Über konkrete sportliche Vorstellungen möchte Ernst Middendorp derzeit nicht sprechen. "Ich bin dazu doch gar nicht legitimiert." Es ist allerdings kein Geheimnis, dass der designierte Geschäftsführer Sport sich schon für den DSC - zuletzt in Rotterdam - umgesehen hat.

Niederländer Lurling könnte Buckley ersetzen
Der Charakter der Mannschaft erfordere gezielte Verstärkungen auf einigen Positionen, so der 46-jährige Fußball-Lehrer. Es dürfe jetzt aber nicht der Eindruck entstehen, Arminia komme zu spät. "Man muss sicherlich nicht überhastet handeln. Die Welt hört schließlich nicht in Hannover oder Berlin auf", so Middendorp.

Unterdessen hat sich als Alternative für die linke Außenbahn der Niederländer Jonathan Lurling ins Notizbuch des Trainers gespielt. "Lurling ist ein interessanter Mann", sagt Thomas von Heesen, der den von Feyenoord Rotterdam nach Breda ausgeliehenen Flügelflitzer im Blickfeld hat. Für die rechte Seite sind nach wie vor Sibusiso Zuma (Kopenhagen) und Giuseppe Reina (Berlin) ein Thema. "Arminia hat für mich Priorität", sagt Billy Reina, der sich bis zum Wochenende entscheiden will.

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