Andreas Voglsammer (l.) hadert mit sich und einer nicht nicht genutzten Torchance gegen Braunschweig. - © Christian Weische
Andreas Voglsammer (l.) hadert mit sich und einer nicht nicht genutzten Torchance gegen Braunschweig. | © Christian Weische

Albrechts Arminia Arminias Blatt wird sich wieder wenden

Kolumne von Patrick Albrecht

Patrick Albrecht

19 Punkte nach 14 Spieltagen, Tabellenplatz Neun, fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Eigentlich müsste bei Arminia Bielefeld alles in bester Ordnung sein. Wäre da nicht der Trend der letzten Wochen. Nur zwei Punkte gab es aus den letzten fünf Spielen, der letzte Heimsieg liegt mittlerweile ganze drei Monate zurück. Wie besorgniserregend sind die jüngsten Entwicklungen? Die Situation ist sicherlich angespannt, doch die Arminen sind nach wie vor voll im Plan. Noch am vorletzten Spieltag der letzten Saison stand man mit dem Rücken zur Wand, bevor mit dem 6:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig eine famose Euphoriephase in Gang gesetzt wurde, in der sich Saibene und Co. die Punkteausbeute einer Spitzenmannschaft erspielten. Dass ein Formtief über kurz oder lang kommen wird, dürfte jedem noch so unverbesserlichen Optimisten klar gewesen sein - und ist keineswegs verwunderlich. Es ist nun entscheidend, wie Jeff Saibene und seine Mannschaft die Situation händeln. Bislang wird Ruhe bewahrt, und das wird sich auch voraussichtlich nicht ändern. Der zwischenzeitliche Wechselwunsch des vom FC Basel ausgeliehenen Andraz Sporar war zwar nicht hilfreich, wurde aber von den Verantwortlichen vergleichweise geräuschlos gelöst. Bleibt abzuwarten, ob sich Sporar den verspielten Kredit zurückerobern kann. Die Moral als Faustpfand Saibene selbst redet die Probeme im Spiel seiner Mannschaft nicht klein - weiß aber auch genau, was sie kann. Und er weiß, dass sie sich seit seinem Amtsantritt weiterentwickelt hat. Das Team ist intakt und bewies bereits mehrmals Moral. Die Last-Minute-Treffer in Aue und gegen Braunschweig belegen das - um diese Arminia muss man sich keine Sorgen machen. Die Gründe für den Negativtrend der letzten Wochen sind klar ersichtlich - zahlreiche individuelle Fehler und fehlende Konstanz über 90 Minuten kosteten der Saibene-Elf einige Punkte. Wirklich unterlegen war der DSC einzig in den Heimspielen gegen Duisburg und Düsseldorf. Die jüngsten Leistungen sind sicherlich nicht zufriedenstellend und auch ein ernstzunehmender Weckruf, aber sie sind nicht besorgniserregend. Fährt man in den nächsten Spielen ein Erfolgserlebnis ein, wird sich das Blatt wieder wenden. Arminia muss in dieser Saison nicht bis zum Schluss zittern. Eine Saison im sicheren Mittelfeld ist nach wie vor möglich.

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