Arminias Trainer Jeff Saibene beim Testspiel gegen Norwich City. - © Andreas Fruecht
Arminias Trainer Jeff Saibene beim Testspiel gegen Norwich City. | © Andreas Fruecht

Albrechts Arminia Arminia vor dem Neustart: Neue Spieler, neue Wurst, neue Ziele

Kolumne von Patrick Albrecht

Patrick Albrecht

"Unser Ziel ist es, eine sorgenfreie Saison zu spielen". Das betont DSC-Trainer Jeff Saibene immer wieder aufs Neue. Mehr ist dem Luxemburger noch nicht zu entlocken. Auch wenn man mit dem bisherigen Punkteschnitt unter Saibene im nächsten Jahr wohl unter den ersten Sechs landen würde. Doch die Verantwortlichen sind sich einig, dass die Priorität einzig und allein auf dem Klassenerhalt liegen muss - wie vor jeder Saison. Was erwartet uns also? Unter Berücksichtigung des kleineren Etats - rund eine Million Euro weniger als im Vorjahr - sollten auch keine höheren Ziele anvisiert werden. Zudem ist mit Reinhold Yabo ein entscheidenes Puzzle-Teil des saibeneschen Angriffsmodus nicht mehr an Bord. Ihn zu ersetzen wird ein entscheidender Faktor sein. Aber: Alle anderen Leistungsträger sind noch da. Mit Julian Börner und Fabian Klos hat die Mannschaft zudem zwei Spieler an der Spitze, die sich voll und ganz mit dem DSC identifizieren. Börner lehnte ein Millionen-Angebot aus der zweiten englischen Liga ab, Klos ließ sich trotz seiner Jokerrolle unter Saibene nicht unterkriegen und arbeitete in der Sommerpause unnachgiebig an seiner Fitness - mit Erfolg. Noch Luft nach oben - auch bei der Stadionwurst? Der Verein hat sich von Spielern getrennt, die in den Planungen keine Rolle mehr spielten - auch wenn Manuel Junglas und Sebastian Schuppan ausdrücklich ihre Enttäuschung über den Umgang mit ihnen zum Ausdruck gebracht haben. Junglas sprach gar von fehlendem Niveau seitens des Vereins. Mit Patrick Weihrauch, Nils Quaschner und Andraz Spohar wurden schnelle und laufstarke Offensivspieler verpflichtet, die Saibenes offensiver Spielidee entsprechen. Junge und ambitionierte Spieler, die bei Arminia den nächsten Schritt machen sollen. Wie der neue Mittelfeldmann Konstantin Kerschbaumer sind es Akteure, die nicht jedem bekannt sind. Inwiefern sie einschlagen werden, ist noch nicht abzusehen. Im Testspiel gegen den englischen Zweitligisten Norwich City wurden bis auf Stefan Ortega alle Neuzugänge erst ab der 60. Minute eingewechselt. Eine Tendenz zugunsten der altbewährten Kräfte - inklusive Fabian Klos. An dem topmotivierten Vize-Kapitän führt im Sturm trotz allem kein Weg vorbei. Die Neuen werden wohl am Dienstag gegen Aston Villa ihre Chance von Beginn an erhalten. Von dem gewohnten und in der Endphase der vergangenen Saison so erfolgreichen Pressingstil war bei der 1:3-Niederlage gegen Norwich allerdings noch nichts zu sehen. Eine Woche vor Saisonstart zeigten sich also noch diverse Baustellen. Dennoch scheint den meisten Fans nicht bange - warum auch? Testspiele sollte man nicht überbewerten. Unabhängig vom Ausgang. Eines hat den Großteil der Anhänger am Samstag dennoch verärgert: Die neue Stadion-Wurst. Nach 23 langen Jahren kommt die Wurst nicht mehr vom Fleischer Haskenhoff. Kein populärer Wechsel. Aber wenn sonst nichts ist...

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