DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Antrag auf Spielverlegung in Aachen verworfen

Geschäftsführer Uhlig ändert nach Gesprächen mit dem DFB den Kurs

Bielefeld. Markus Stenger, Abteilungsleiter Spielbetrieb für die 3. Liga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), befragte gestern Morgen seine Mitarbeiter, ob denn Post aus Bielefeld mittlerweile eingetroffen sei, in der Arminia Bielefeld wegen einer möglichen Wettbewerbsverzerrung eine Verlegung des Meisterschaftsspiels bei Alemannia Aachen an diesem Samstag beantragt. Die Antwort seiner Sekretärin war ein klares Nein.

Um 13.38 Uhr informierte Arminia Bielefeld per Mail die Medien, dass "Arminia nach ausführlicher Beratung mit allen Ansprechpartnern, insbesondere auch sehr konstruktiven Gesprächen mit dem DFB und gründlicher verantwortungsbewusster interner Prüfung und Abwägung entschieden hat, auf die Beantragung einer Verlegung des anstehenden ersten Rückrundenspiels bei Alemannia Aachen zu verzichten.

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DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig: "In dieser Situation hatten wir die Pflicht, den Sachverhalt und die Entscheidung auf alle möglichen Optionen hin zu prüfen. Das haben wir sehr ausführlich getan. Nicht zuletzt aufgrund der Eindeutigkeit der Regularien des Spielbetriebs werden wir auf die Beantragung einer Verlegung verzichten."

Stärkste Formation

Der DSC befürchtet, dass die Alemannia wegen der drohenden Insolvenz im Rahmen der Transferphase (1. bis 31. Januar 2013) Spieler verkaufen muss. Das hat zur Folge, dass Aachen in den Rückrundenspielen gegen Arminia (1. Dezember), Burghausen (8. Dezember), Dortmund II (15. Dezember und Saarbrücken (26. Januar) noch seine stärkste Formation aufbieten kann, in den folgenden Partien aber nur mit einer schwächeren U-23-Elf antritt.

DFB-Funktionär Stenger hatte Arminias Vorhaben ohnehin nur geringe Chancen eingeräumt. "Der Verein hat sich informell in Person von Herrn Uhlig mit dem DFB ausgetauscht. Da kein Antrag eingereicht wurde, kann natürlich auch der DFB-Spielausschuss nicht in Aktion treten, um diese Problematik zu erörtern", sagt der DFB-Abteilungsleiter Spielbetrieb. Zudem, so Stenger, seien die anderen drei betroffenen Vereine medial nicht in die Offensive gegangen.

Arminias Trainer Stefan Krämer hatte bereits im Vorfeld nicht mit einer Verlegung gerechnet. "Ich brauche keine Geschenke. Wir sind gut genug, um uns im Wettkampf mit den Aachenern zu messen." Gleichwohl erinnerte Krämer an eigene Probleme innerhalb des Vereins: "Wir Arminen haben selber auf diesem Gebiet nicht eine so tolle Vergangenheit aufzuweisen. Deshalb sollten wir vorsichtig sein."

Jetzt sind die Aachener Alemannen am Zuge, die anstehenden Spiele sportlich fair zu bestreiten.

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