Update: Video Arminia gewinnt den Westfalen-Pokal

2:0-Sieg gegen Preußen Münster

Arminia gewinnt Westfalen-Pokal - © ARMINIA
Arminia gewinnt Westfalen-Pokal | © ARMINIA

Bielefeld. Die Saison ist noch jung, aber Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld hat schon den ersten Titel gewonnen: Mit 2:0 besiegte der DSC im Finale des Westfalen-Pokals den Erzrivalen Preußen Münster. "Fünftes Spiel in der Vorbereitung, fünfter Sieg, fünf Mal ohne Gegentor - und das auch unter dem Strich verdient", resümierte Arminias Trainer Stefan Krämer.

Seine Elf machte den Pokalerfolg durch Tore von Patrick Schönfeld (3.) und Marcel Appiah (36.) bereits vor der Pause klar. In der unterhaltsamen Partie vor 11.778 Zuschauern in der Schüco-Arena hielten die Gäste über weite Strecken gut mit, Arminia punktete vor allem mit Willen und starker Chancenverwertung.

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Die Bielefelder Kaltschnäuzigkeit bescherte den Fans bereits nach 137 Sekunden Spielzeit Grund zum Jubeln: Schönfeld schlenzte das Leder über Münsters Keeper Daniel Masuch in die Maschen - Ausnahmezustand auf der Alm.

Die Gäste wirkten kurz geschockt, befreiten sich aber Stück für Stück und kamen über Dimitry Nazarov (22.) dem Ausgleich nahe. Seinen strammen Schuss klatschte DSC-Schlussmann Patrick Platins aber gerade noch zur Ecke. "In der Phase waren wir zu passiv und hatten keinen Zugriff auf die Partie. Fußballerisch war Münster auch richtig gut, wir mussten taktisch ein wenig umstellen,  um wieder Ordnung zu kriegen", so Krämer.

Platins mit Weltklasse-Parade

Die Umstellung half sofort: Kurz vor der Pause nutzte Arminia gleich die zweite Möglichkeit zum zweiten Tor. Marcel Appiah nickte das Leder nach einer Ecke aus kurzer Distanz ins Netz und besorgte damit die Vorentscheidung.

Mit 2:0 besiegte Arminia Bielefeld im Finale des Westfalen-Pokals den Erzrivalen Preußen Münster. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Mit 2:0 besiegte Arminia Bielefeld im Finale des Westfalen-Pokals den Erzrivalen Preußen Münster. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Preußen machte nach der Pause mehr Druck und hatte durch Pascal Koopmann (72.) die Riesenchance zum 1:2-Anschluss. Doch erneut war bei Platins Endstation: Der Arminia-Keeper präsentierte sich in bestechender Form und lenkte Koopmanns wuchtigen Kopball um den Pfosten. Bei den Gästen lief der Ball flüssig durch das Mittelfeld, zwingende Aktionen Richtung Bielefelder Sechzehner blieben jedoch Mangelware. "Wer die Tore nicht macht, kann halt auch nicht gewinnen", sagte Trainer Pavel Dotchev lapidar.

Da Münster in der Schlussphase immer höher verteidigte und Coach Pavel Dotchev offensiv einwechselte, bekam der DSC viele Freiräume zum endgültigen Knock-Out. Die beste Möglichkeit vergab Appiah: Sein Flachschuss von halbrechts sauste um Milimeter am Kasten vorbei. Für Trainer Stefan Krämer war aber klar: "Ein 3:0 wäre fast zu viel des Guten gewesen."

Riese zeigt starke Partie

Neben Appiah überzeugten bei den Ostwestfalen auch Neuzugang Philipp Riese, Dauerläufer Fabian Klos und Abwehr-Allrounder Thomas Hübener.

Spätestens in der 80. Minute waren die Angriffsbemühungen der Gäste abgeflaut, die Partie plätscherte dem Ende entgegen. "Steht auf, wenn ihr Arminen seid" hallte es in der Schlussphase minutenlang durch das Stadion. Pünktlich nach 90 Minuten pfiff Schiedsrichter Sören Storks ab: Nach 1991 holt sich Arminia Bielefeld zum zweiten Mal den Westfalen-Pokal.

Arminia Bielefeld - Preußen Münster 2:0

Arminia Bielefeld: Platins - Appiah, Hübener, Burmeister, Riese - Jerat (72. Heithölter), Schütz - Hille (68. Lorenz), Schönfeld, Rahn - Klos (80. Agyemang)
Preußen Münster: Masuch - Schöneberg, Kühne, Grupe, Hergesell (75. Heise) - Grote (46. Koopmann), Bischoff (78. Schmider), Truckenbrod, Siegert (46. Dowidat) - Taylor, Nazarov (75. Büscher)
Zuschauer: 11.778
Schiedsrichter: Sören Storks (Ramsdorf)
Tore: 1:0 Schönfeld (3.), 2:0 Appiah (36.)
Gelbe Karten: Agyemang / Nazarov

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