UPDATE: VIDEO Arminia erzittert Remis

Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück 1:1

VON DENNIS ROTHER UND STEFAN GEROLD
Der Puls der Stadt - unsere Leidenschaft! Coole Choreografie der Arminen-Fans vor dem Derby gegen Osnabrück. - © FOTO: STEFAN GEROLD
Der Puls der Stadt - unsere Leidenschaft! Coole Choreografie der Arminen-Fans vor dem Derby gegen Osnabrück. | © FOTO: STEFAN GEROLD
Arminia erzittert Remis - © ARMINIA
Arminia erzittert Remis | © ARMINIA

Bielefeld. Nach einem kämpferisch starken, aber spielerisch schwachen Drittliga-Derby trennten sich Arminia Bielefeld und der VfL Osnabrück mit 1:1 (0:0). Kevin Kampl hatte für die Gäste vor 15.844 Zuschauern in der 48. Minute vorgelegt, Fabian Klos legte für die Arminen in der 67. nach. "Mit dem Punkt können wir sehr gut leben", resümierte Arminias Trainer Stefan Krämer die durchwachsene Vorstellung seines Teams.

Krämer startete gegen die Rivalen von der Bremer Brücke mit der gleichen Anfangsformation wie beim Auswärtssieg in Bremen. Und wie bei den Werder-Amateuren legte der DSC in der heimischen Schüco-Arena gut los: Eric Agyemang hatte in der 7. Minute nach einer Hereingabe von der linken Seite das 1:0 auf dem Fuß, wurde aber im letzten Moment noch gestört.

Doch auch die Osnabrücker zeigten sich unter den Augen des künftigen Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz (noch auf der Tribüne) offensiv: Immer wieder setzten die Gäste mit schnellen Pässen in die Spitzen Nadelstiche. Niels Hansen brachte nach 13 Minuten das Kunststück fertig, völlig freistehend aus fünf Metern neben das Tor zu schießen. Jan Mauersberger und Nils Fischer hatten noch vor der Pause weitere dicke Möglichkeiten. "Ein sehr zähes Spiel von uns, wir hatten zu wenig Ballbesitz und konnten froh sein, dass es zum Seitenwechsel 0:0 stand", sagte DSC-Coach Krämer.

Ortega war chancenlos

Gerade als sich Arminia in den Katakomben neu sortiert hatte, klingelte es dann doch im Gehäuse von Schlussmann Ortega: Kevin Kampl donnerte den Ball in der 48. Minute nach einem Alleingang durch das Mittelfeld aus 15 Metern rechts unten in die Maschen. DSC-Keeper Stefan Ortega war chancenlos, denn der Ball war noch leicht abgefälscht.

Arminia machte darauf hin mehr Druck, gefährlich wurde die Mannschaft aber nur durch Einzelaktionen. In der 67. Minute nickte schließlich der eingewechselte Fabian Klos eine butterweiche Flanke von Rechtsaußen zum umjubelten Ausgleich ins Tor. Für Coach Krämer ein Zeichen für gute Moral: "Die Mannschaft hat tolle Nehmerqualitäten gezeigt und sich zurückgekämpft."

Der Ruck, der durch die bis dahin leicht lethargisch wirkende Mannschaft ging, war aber nur von kurzer Dauer. In der Schlussphase waren es einmal mehr die Angreifer der Gäste, die dem Lucky Punch näher waren als der DSC. Die Bielefelder Angriffe blieben Stückwerk, auch der eigwechselte Onel Hernandez biss sich am Betonbollwerk der Osnabrücker Hintermannschaft bis zum Abpfiff die Zähne aus.

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Nach dem Spiel nahm Trainer Krämer seine Elf gegen Kritik in Schutz. "Dass es spielerisch heute nicht lief, ist meine Schuld. Ich habe Dinge im Training offenbar nicht richtig gedeutet", berichtete Krämer auf der Pressekonferenz.

Durch das Remis der beiden Zweitliga-Absteiger bleibt Osnabrück weiterhin drei Punkte vor Bielefeld. Arminia hat einen Spieltag vor der Winterpause 23 Zähler auf dem Konto und bleibt auf Platz 16.

Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück 1:1 (0:0)

Bielefeld: Ortega Moreno - Dennis Riemer, Hübener, Hornig, Krük - Schütz - Hille (56. Hernandez), Schönfeld (55. Klos), Rzatkowski (51. Demme), Johannes Rahn - Agyemang.
Osnabrück: Manuel Riemann - Riedel, Hudec, Mauersberger, Salger - Costa, Fischer - Pauli (62. Gardawski), Hansen (73. Latkowski), Kampl - Wegkamp.
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Tore: 0:1 Kampl (48.), 1:1 Klos (67.)
Zuschauer: 15.844
Gelbe Karten: Hübener - Fischer, Hudec, Kampl

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