Etwa 1,5 Millionen Euro für neue Spieler

Ligarivale FSV rettete sich zwei Mal im Schlussspurt

Marjolin Cordes (l.) von der Uni Paderborn zapft Markus Schuler Blut ab. Durch den Laktat-Test erhofft sich Trainer Ewald Lienen Aufschlüsse, wie fit seine Spieler sind. - © FOTO: ANDREAS ZOBE
Marjolin Cordes (l.) von der Uni Paderborn zapft Markus Schuler Blut ab. Durch den Laktat-Test erhofft sich Trainer Ewald Lienen Aufschlüsse, wie fit seine Spieler sind. | © FOTO: ANDREAS ZOBE
1,5 Millionen Euro für neue Arminia-Spieler - © ARMINIA
1,5 Millionen Euro für neue Arminia-Spieler | © ARMINIA

Bielefeld (tzi). "Wir brauchen schon verdammt viel FSV Frankfurt", sagte Arminias Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier nach dem 0:2 gegen Düsseldorf. Die Frankfurter stehen als Synonym für erfolgreiche Aufholjagden. Zweimal in Serie kletterte der Zweitligist nach miserablen Hinrundenleistungen noch auf Platz 15 und schaffte so den direkten Klassenerhalt. Sowohl 2008/09 als auch in der Folgesaison hatten die Hessen nach 14 Spieltagen die mickerige Ausbeute von 9 Punkten.

Nach dem Saisonfinale standen jeweils 38 Zähler auf dem Konto.
Sollte Arminia Bielefeld (derzeit 7 Punkte) dem respektablen Beispiel nacheifern und beginnend mit der Heimpartie am Samstag gegen Fürth aus den restlichen 20 Begegnungen noch 29 Punkte holen, wären die Aussichten, damit wenigstens Relegationsrang 16 zu sichern, nicht gering. Denn 36 Zähler haben zuletzt zweimal in Folge (Hansa Rostock und VfL Osnabrück) für die Zusatzchance auf den Klassenerhalt gereicht. In den drei Spielen bis zur Winterpause werden Markus Bollmann und Arne Feick ins Team zurückkehren, Marcel Appiah (Bänderriss) und Alon Abelski (Kniescheibenprellung) fallen dagegen aus.

Eine Wahrheit der Tabellen ist allerdings auch, dass Jena das Team war, das zuletzt (2007/08) lediglich 7 Punkte in 14 Spielen gesammelt hatte. Jena war damals 18. - wie die Arminen heute - und stieg ab .
Beim DSC orientieren sie sich verständlicherweise an den Kletterkünstlern der vergangenen Jahre, wobei nicht nur der FSV Frankfurt Erwähnung verdient. Besonders Dynamo Dresden stürmte 2004/05 mit 35 Punkten aus den letzten 20 Partien aus dem Tabellenkeller noch auf den achten Platz.

Dass derart Sensationelles mit dem vorhandenen Personal bei Arminia nie und nimmer zu bewerkstelligen ist, hatte der neue Trainer Ewald Lienen bei seinem Dienstbeginn vor gut drei Wochen schon vermutet. Schließlich war mit Lienens Verpflichtung bereits die Zusage von den Sponsoren verbunden, in der Winterpause Verstärkungen zu ermöglichen.

Inzwischen zeichnet sich ab, in welchem finanziellen Rahmen der Umbau vonstatten gehen kann. Nach Informationen der Neuen Westfälischen stehen für die komplett extern zu finanzierenden neuen Spieler weitere rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Da auch Lienen sowie der von ihm mitgebrachte Co-Trainer Abder Ramdane von Sponsoren schon außerhalb des normalen Klub-Budgets bezahlt werden, erfreut sich Arminia in der Not offenbar an sehr tatkräftiger Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft.

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