Einen Platz geklettert: Arminia und Jeff Saibene. - © Christian Weische
Einen Platz geklettert: Arminia und Jeff Saibene. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia ist Vierter: "Das ist eine sensationelle Leistung"

Der DSC klettert nach dem Sieg gegen Kaiserslautern zwar um einen Platz in der Tabelle, durch den Erfolg von Kiel in Ingolstadt ist der Relegationsrang aber in weite Ferne gerückt

Carsten Blumenstein

Bielefeld. Jeff Saibene sollte recht behalten. „Zwei Minuten vor dem Ende habe ich zu Rumpi gesagt, dass das Spiel nie im Leben mit einem Unentschieden endet", sagte der DSC-Trainer nach der Partie. Arminia und der 1. FC Kaiserslautern spielten in der Schlussphase voll auf Sieg, die Bielefelder hatten beim 3:2 das glücklichere Ende für sich. Saibene und Co-Trainer Carsten Rump durften jubeln, der FCK steigt ab in Liga drei. Seit Sonntag wissen die Bielefelder, was der Erfolg wert ist. Im Kampf um Platz vier jede Menge, doch das Erreichen des Aufstiegs-Relegationsrangs wird ein fast unmögliches Unterfangen. Holstein Kiel hat durch den 5:1-Sieg in Ingolstadt weiterhin fünf Punkte Vorsprung vor Arminia, zwei Spiele sind nur noch zu absolvieren. Den Kielern reicht ein Punkt, da sie das deutlich beste Torverhältnis von allen Zweitligisten haben. "Platz drei können wir eigentlich abhaken" „Platz drei können wir eigentlich abhaken", sagt Saibene, der aber die starke Saison seiner Mannschaft hervorheben möchte. „Wir sind jetzt Vierter, das ist eine sensationelle Leistung." Sein Ziel: das Maximum aus den letzten beiden Begegnungen herausholen. „Wir schauen nur auf uns und möchten so viele Punkte wie möglich holen." Im Rennen um Platz vier haben die Bielefelder aktuell das bessere Torverhältnis als die Konkurrenz aus Regensburg und Bochum (alle 47 Zähler). „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, auf alles andere haben wir keinen Einfluss", so Saibene. Backup für Hartherz gesucht Nachdem Arminia die Position des Rechtsverteidigers mit Neuzugang Cedric Brunner und Eigengewächs Can Özkan, der gegen Lautern sein Startelfdebüt gab und seine Sache ordentlich machte, für die nächste Saison besetzt hat, wird jetzt noch ein Backup für Linksverteidiger Florian Hartherz gesucht. Ein Kandidat: Axel Borgmann vom Schweizer Zweitligisten FC Vaduz. „Ein interessanter Spieler", sagte Saibene. Das Scouting des Schweizers Brunner ist übrigens nicht auf Saibene zurückzuführen, der viele Jahre in der Schweiz trainiert hat. „Den hatte Arminia schon vor meiner Zeit auf dem Zettel", erklärte der 49-Jährige. Immer besser wird der erst 17-jährige Roberto Massimo. Gegen Kaiserslautern zeigte der Youngster eine starke Leistung, mit viel Schnelligkeit und gelungenen Dribblings. Massimo ist Arminias Zukunft. Wie lange er aber noch für die Blauen spielt, ist ungewiss. Er hat einen Vertrag bis 2019, doch einige Erstligisten haben Interesse angemeldet. „Ich glaube, es ist perspektivisch gut für ihn, bei uns noch ein bisschen zu spielen", sagt Sport-Geschäftsführer Samir Arabi.

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