Arminias Torjäger Andreas Voglsammer im Kopfballduell mit gleich zwei Sandhäusern. - © picture alliance / Friso Gentsch/dpa
Arminias Torjäger Andreas Voglsammer im Kopfballduell mit gleich zwei Sandhäusern. | © picture alliance / Friso Gentsch/dpa

Arminia Bielefeld Platz 4 behauptet: Arminia Bielefeld punktet beim 0:0 gegen Sandhausen

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Jörg Fritz

Bielefeld. Selbst Wettergott Petrus hatte ein Einsehen mit dem DSC Arminia Bielefeld und hielt während der 90-minütigen Spielzeit gegen den SV Sandhausen die Schleusen geschlossen, so dass ein aus Bielefelder Sicht schöner Fußball-Nachmittag standesgemäß stattfinden konnte. Nur zur Halbzeitpause goss es wie aus Kübeln. Emotionen und stattliche Erfolgszahlen bestimmten das 34. Spiel des ostwestfälischen Zweitligisten in der Saison 2017/18, das 0:0 endete, was letztlich aber zu einem überragenden vierten Tabellenplatz mit 48 Punkten reichte. „Ich bin unheimlich stolz auf meine Spieler. Der vierte Rang ist ein Riesenerfolg für die Mannschaft", meinte ein glücklicher Trainer Jeff Saibene. Aus dem Häuschen waren auch die 23.070 Besucher (damit wurde ein Zuschauerschnitt von 18.000 erreicht, was Zweitligarekord für Arminia bedeutet). Schon vor Spielbeginn herrschte eine prächtige Atmosphäre in der Schüco-Arena, als mit Florian Dick, Christoph Hemlein und David Ulm drei verdiente Profis verabschiedet wurden. Dick: "Unterschrieben ist noch nichts"  „Ich hatte selbst noch nach dem Abpfiff Gänsehaut am Körper", schilderte Christoph Hemlein seine Gefühle. Der Außenbahnspieler, der in der neuen Saison für den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern spielen wird, wurde in der 57. Minute eingewechselt. „Wir Drei sind Teil der Arminen-Geschichte geworden", sagte Hemlein mit Tränen in den Augen. Auch Florian Dick, der mit seinen beiden Töchtern Mariella und Antonia in die Mixed-Zone kam, war nach seinem letzten Spiel für Arminia stolz. „Mit Rang vier kann man sich nach vier Jahren schon verabschieden", lautete sein Kommentar. Seinen neuen Arbeitgeber wollte der 33-Jährige jedoch nicht verraten. „Unterschrieben ist noch nichts." Möglicherweise wird sich der Rechtsverteidiger auch dem 1. FC Kaiserslautern anschließen. Sein Nachfolger in Bielefeld wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Axel Borgmann vom FC Vaduz sein. Seine Unterschrift dürfte noch in dieser Woche erfolgen. Als rein spekulativ bewertete Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi die Nachricht, dass Erstligaabsteiger Hamburger SV Interesse an seiner Person für die Position des Sport-Vorstands angemeldet habe. HSV-Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann will den neuen Sportvorstand spätestens zum WM-Beginn in Russland am 14. Juni präsentieren. Mehr TV-Geld und Lehrstunde für Staude  Eine gefühlsmäßige Achterbahn erlebte derweil Fabian Klos. „Mit dem Abschlussrang vier haben wir einen passenden Rahmen geliefert für unsere Zuschauer und das Trio, das uns verlässt." Gleichwohl war Arminias Stürmer aber auch traurig über den Abstieg von Eintracht Braunschweig. „Ich habe dort lange gelebt und kann aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen, wie es ihnen jetzt geht." Gleichwohl beschert der Braunschweiger Abstieg Arminia zusätzliche TV-Einnahmen von fast einer Millionen Euro, so dass der DSC mit rund 10,8 Millionen Euro in der neuen Saison rechnen kann. Auch Keanu Staude erlebte besondere Momente. Der Youngster der wegen seiner beleidigenden WhatsApp-Äußerungen gegenüber Mitspielern in der Kritik steht, wurde nach seiner Einwechslung bei jedem Ballkontakt von den eigenen Fans ausgepfiffen. „Es war eine Lehrstunde für ihn", meinte Präsident Hans-Jürgen Laufer. Das letzte Saisonspiel des DSC in der Nachlese:

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