Der Rückhalt: Arminias Torwart Stefan Ortega rettet hier gegen Dresdens Erich Berko. - © Christian Weische
Der Rückhalt: Arminias Torwart Stefan Ortega rettet hier gegen Dresdens Erich Berko. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld 101. Zweitligaspiel: Arminias Torwart Ortega strebt nach Höherem

Der DSC-Torwart möchte noch so viele Punkte wie möglich holen und gegen Aue gewinnen

Peter Burkamp

Bielefeld. In Ingolstadt feierte Stefan Ortega am vergangenen Sonntag ein Jubiläum im Tor. Im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue am Samstag, Anstoß 13 Uhr in der Schüco-Arena, wird er sein 101. Zweitligaspiel absolvieren. Eine ordentliche Bilanz für einen 25-Jährigen. Doch es darf gern noch etwas mehr sein für Arminias Schlussmann. Am liebsten eine Klasse höher. „Natürlich würde ich gern in der Bundesliga spielen. Das ist doch das höchste, was man als Fußballer in Deutschland erreichen kann und sollte auch das Ziel sein", sagt Ortega. Kurzfristig wird sich der Wunsch, in der 1. Liga zu arbeiten, eher nicht realisieren lassen. Weder weiß Ortega, der noch bis 2019 beim DSC unter Vertrag steht, von einer Anfrage eines Bundesligisten, noch sind die Chancen, das Ziel mit Arminia zu erreichen, im Moment sehr realistisch. „Wir haben eine schöne Ausgangsposition mit sechs Punkten nach oben und sechs Punkten nach unten", sagt Ortega. Die Beispiele der Ligakonkurrenz – Aue und Bochum mit positiven Läufen, Union mit einem negativen Trend – zeigten, „dass man in einigen Spielen große Sprünge machen kann". Deshalb denke er auch über die Aufgabe gegen Aue am Samstag hinaus. „Selbst wenn wir gewinnen, sollten wir noch nicht feiern. Es sind dann noch vier Spiele, in denen wir Punkte holen können. Wir sollten die Saison nicht herschenken", betont Arminias Nummer eins. In der Kicker-Rangliste steht Ortega auf Platz drei Mit der Rückrunde ist Ortega aus persönlicher Sicht bisher zufrieden. „Ich denke, meine Leistung ist ähnlich konstant wie in der Vorrunde." Selbstkritisch spricht er von „schlechteren Spielen" in Heidenheim und gegen Dresden. In der Kicker-Rangliste der Zweitliga-Topspieler steht Ortega auf Platz drei. Er gehört in dieser Saison zu den besten Torwarten der 2. Liga. Da darf man zu Recht an das Fußball-Oberhaus denken. Und vielleicht verbessern sich die Aussichten Arminias in der nächsten Saison. Ortega findet es auf jeden Fall spannend, „wie sich die Mannschaft entwickeln wird. Da wird es einige neue Gesichter geben." Ihr „Heimspiel-Gesicht" werde Arminia gegen Aue zeigen, hofft Ortega. „Ich denke, dass wir von Anfang an das Gaspedal drücken werden." Vor allem, da Jeff Saibene erneut auf das Stürmerduo Andreas Voglsammer und Fabian Klos setzen will. „Wir werden daran festhalten. Beide haben ihre Sache in Ingolstadt gutgemacht", bekräftigte der DSC-Trainer. Sollten die Arminen, wie zuletzt gewohnt, elanvoll beginnen und Aue, wie es DSC-Trainer Jeff Saibene erwartet, eher auf ihr eigenes Spiel achten, als sich nach dem Gegner zu richten, dürften die Zuschauer ein attraktives Spiel zu sehen bekommen. „Aue versucht, von hinten heraus flach zu eröffnen. Die spielen durchaus einen gepflegten Ball", meint Ortega. Dank ihres Aufwärtstrends haben die Sachsen mittlerweile nur noch einen Zähler weniger auf dem Konto als die Arminen und könnten mit einem Sieg in Bielefeld auf 42 Punkte aufstocken. Das dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Klassenerhalt reichen. Die Partie am Samstag in der Schüco-Arena ist also von hoher Bedeutung für beide Klubs.

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