Andreas Voglsammer trifft zum 1:0 gegen Torwart Martin Männel (r) aus Aue. - © picture alliance / Friso Gentsch/dpa
Andreas Voglsammer trifft zum 1:0 gegen Torwart Martin Männel (r) aus Aue. | © picture alliance / Friso Gentsch/dpa

Arminia Bielefeld 2:0 gegen Aue: Arminia entledigt sich jeglicher Abstiegssorgen

Arminen gewinnen aufgrund einer besseren zweiten Halbzeit verdient / Fabian Klos erzielt Rekordtor

Patrick Albrecht

Bielefeld. Arminia Bielefeld hat nach einer starken zweiten Halbzeit verdient mit 2:0 gegen Erzgebirge Aue gewonnen und sich damit einen entspannten Saisonendspurt verschafft. Nachdem Andreas Voglsammer kurz vor der Pause seine Mannschaft auf den richtigen Weg brachte, machte der neue Rekordtorschütze Fabian Klos mit seinem 111. Tor für den DSC den Deckel drauf. Im Vergleich zum 2:2-Remis beim FC Ingolstadt veränderteDSC-Trainer Jeff Saibene seine Startelf auf zwei Positionen: Kapitän Julian Börner und Konstantin Kerschbaumer kehrten beide nach abgesessener Gelbsperre zurück und ersetzen Stephan Salger und Keanu Staude. Die 16.605 Zuschauer bekamen in den ersten 45 Minuten nicht sonderlich viel angeboten. Das vor dem Spiel von Stefan Ortega angekündigte "Gaspedal" ließ die Saibene-Elf zunächst vermissen. Es dauerte bis zur 24. Minute, bis sich die Arminen das erste Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor zeigten: Nach einer schnellen Kombination durch das Zentrum legte Voglsammer von der linken Seite in den Rücken der Abwehr auf Kerschbaumer zurück, der mit seinem Linksschuss aus gut 15 Metern Keeper Männel jedoch vor keine Probleme stellen konnte. Die Arminen agierten ungewohnt passiv und ließen im Offensivspiel Tempo und Ideen vermissen. Die Gäste aus Aue spielten ihrerseits einen gepflegten Ball, konnten aber die DSC-Defensive im ersten Durchgang trotz eines Eckballverhältnisses von 7 zu 1 vor keine großen Probleme stellen. Fandrich (13.) und Köpke (26.) sorgten für eher ungefährliche Abschlüsse, Hertel scheiterte nach 38 Minuten nach einem Eckball per Kopf am glänzend reagierenden Ortega. Voglsammer als Dosenöffner - Klos erzielt Rekordtor Vier Minuten vor der Pause plötzlich die Führung für Arminia: Kerschbaumer steckte in den Sechzehner zu Voglsammer durch, der den Ball gekonnt durch die Beine von Aue-Keeper Männel zum 1:0 ins Tor verfrachtete. Klos versuchte vor dem Pausenpfiff mit einem strammen Rechtsschuss von der Sechzehnerkante nachzulegen, diesmal war Männel jedoch zur Stelle. In der zweiten Halbzeit sollten sich die Arminen den Heimsieg dann redlich verdienen. Massimo ließ kurz nach Wiederanpfiff mit einem Distanzschuss aufhorchen (49.), wenig später traf Voglsammer mit einem flachen Schuss aus gut 10 Metern nach Flanke von Massimo nur den Pfosten (60.). Arminia verwaltete das Ergebnis weitgehend, Aue hatte mehr vom Spiel, konnte jedoch aus dem Ballbesitz bis auf einen harmlosen Kalig-Kopfball (59.) und Nazarov-Schuss (63.) kein Kapital schlagen. Die Arminen standen sicher und machten in der 69. Minute den Deckel drauf: Nach einem langen Ball von Dick in den Strafraum köpfte Voglsammer das Leder weiter Richtung Klos. Dieser wurde zunächst von Riese am Abschluss gehindert, schlug jedoch einen Haken und donnerte den Ball aus gut fünf Metern flach in die Maschen. Sein 111. Tor für den DSC - das gelang zuvor nur Ernst Kuster. Das 2:0 bedeutete die Vorentscheidung, fortan war die Moral der Erzgebirgler gebrochen. Die Bielefelder übernahmen zur Gänze die Spielkontrolle und hätten durch Massimo (73.), Klos (76.) und Schütz (85.) sogar noch erhöhen können. Kurzer Schreckmoment: Trotz ausbleibender Schlussoffensive trafen die Gäste nach 88 Minuten in Person von Wydra wie aus dem Nichts den Außenposten. Mehr sollte nicht mehr passieren, sodass am Ende ein verdienter 2:0-Heimsieg steht. Durch den Sieg schrauben die Arminen ihr Punktokonto auf 43 Zähler hoch und dürften damit den Klassenerhalt perfekt gemacht haben. Sechs Zähler sind es weiterhin auf den Aufstiegs-Relegationsplatz, neun Punkte trennen den DSC zumindest über Nacht von den Abstiegsplätzen. Hier bieten wir unseren Ticker zum Nachlesen:

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