Zählt noch zu den Jüngeren: Der 21-jährige Leandro Putaro (l.) half mit, die Wende in Heidenheim einzuleiten. - © Wolfgang Rudolf
Zählt noch zu den Jüngeren: Der 21-jährige Leandro Putaro (l.) half mit, die Wende in Heidenheim einzuleiten. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Der Wettbewerb um die Kaderplätze bei Arminia ist eröffnet

Trainer Saibene setzt verstärkt auf den Nachwuchs

Peter Burkamp

Bielefeld. Am Tag nach dem 2:2 in Heidenheim sind die Arminen am Trainingsgelände wieder zur Tagesordnung zurückgekehrt. Für die Profis, die sich am Sonntag in Heidenheim einen Punkt erspielt, erkämpft und mehr als verdient hatten, stand Auslaufen auf dem Programm. Die Einwechselspieler und der Rest des Kaders absolvierte ein ausführlicheres Training. Zu Letzteren zählten auch Fabian Klos, Sören Brandy, Christopher Nöthe, Stephan Salger und Nils Teixeira. Das Quintett hatte den Sprung in den Kader für das Heidenheim-Spiel nicht geschafft. Seit Montag läuft nun die Qualifikation für die Partie am Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg, Anstoß 18.30 Uhr, Schüco-Arena. „Jeder kann die ganze Woche beweisen, dass er zu den besten 18 gehört", hatte Jeff Saibene in Heidenheim betont. Der Trainer erklärte, dass er am Wochenende die Profis aufstelle, mit denen er sich den größten Erfolg im nächsten Spiel verspreche. In der vergangenen Woche habe ihm „einiges nicht gepasst", erklärte der Coach. Diese Eindrücke mündeten in der Kadernominierung. "Es geht hier immer nur um den Klub" „Es geht hier immer nur um den Klub und nicht um einzelne Spieler", verdeutlichte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi und ergänzte: „Es gibt vier Trainingseinheiten bis zum nächsten Spiel, in dem wir den bestmöglichen Kader aufbieten wollen, um Nürnberg schlagen zu können." Für ihn sei das Thema Kaderberücksichtigung damit abgeschlossen, betonte Arabi. Für das Nürnberg-Spiel werden die Karten neu gemischt. Dass Saibene am Herzen liegt, junge Talente zu fördern und ihnen eine Chance zu geben, hat er mehrfach betont. „Wenn sich ein älterer und ein jüngerer Spieler auf Augenhöhe befinden, nehme ich öfters den jüngeren mit", sagte er am Sonntag. Mit Roberto Massimo, Henri Weigelt, Cerruti Siya, Nikolai Rehnen und Leandro Putaro saßen beim Spiel mit Ausnahme Christoph Hemleins (26) ausschließlich Nachwuchsspieler auf der Bank. „Ich mache das nicht, um den Spielern eine Freude zu bereiten, sondern weil ich hundertprozentig sicher bin, dass ich sie ins Spiel werfen kann", sagte Saibene. Aussichten sind dürftig In wieweit die aktuellen Kader-Nominierungen Vorboten von personellen Entwicklungen sind, bleibt abzuwarten. Christopher Nöthe (30), Sören Brandy (bald 33) und Nils Teixeira (27) besitzen noch einen Vertrag bis 2019, finden aber kaum bis gar keine Berücksichtigung. Ihre Aussichten, regelmäßig in der 2. Liga zu spielen, sind dürftig. Fabian Klos (30), ebenfalls bis 2019 gebunden, stand zuletzt zwar auch nicht immer in der Startelf, der Routinier hat jedoch grundsätzlich einen anderen Stand und braucht sich mangelnden Einsatz in der Regel nicht vorwerfen zu lassen. Dennoch scheint auch seine Perspektive nicht glasklar. Im Hintergrund wird fleißig am neuen Kader gearbeitet. Sobald der Ligaerhalt feststeht, dürften erste Personalien geklärt werden.

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