Arminia tritt zum Auswärtsspiel in Heidenheim an. - © Wolfgang Rudolf
Arminia tritt zum Auswärtsspiel in Heidenheim an. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Aus 0:2 mach 2:2: Voglsammer rettet Arminia einen Punkt

Der große Liveticker zum Nachlesen

Patrick Albrecht

Bielefeld. Arminia Bielefeld hat dank einer guten Moral wie schon im Vorjahr ein 0:2 in Heidenheim aufgeholt und dank eines Last-Minute-Treffers von Andreas Voglsammer zumindest einen Punkt gerettet. Julian Börner sorgte zuvor sehenswert für den Anschlusstreffer. Im Vergleich zur 2:3-Niederlage gegen Dynamo Dresden veränderte DSC-Trainer Jeff Saibene seine Startelf auf einer Position. Keanu Staude ersetzte Fabian Klos, der wie Christopher Nöthe und Sören Brandy gar nicht erst im Kader stand. Laut Saibene sei das als "Denkzettel" zu verstehen. "Es zählt nicht, wer was bisher geleistet hat, sondern was aktuell geleistet wird", so Arminias Coach nach Abpfiff im Pay-TV. Anders als sonst agierten die Arminen in einem 4-1-4-1-System mit Andreas Voglsammer als einzige Spitze. Keanu Staude und Patrick Weihrauch bildeten die Außenbahnen, Manuel Prietl und Andreas Kerschbaumer deckten vor Tom Schütz das zentrale Mittelfeld ab. Die rund 11.000 Zuschauer sahen zunächst ein ereignisarmes Spiel, in dem sich vieles im Mittelfeld abspielte. Die Defensivreihen standen jeweils gut organisiert, im Spiel nach vorne offenbarten beide Mannschaften zu viele Fehler. Mehr als zwei harmlose Abschlüsse von Dovedan (18.) und Schnatterer (24.) auf Heidenheimer und einem verunglückten Drop-Kick von Hartherz (25.) auf Bielefelder Seite sollte es nicht zu sehen geben. Standardkönig Schnatterer schlägt zu Nach 30 Minuten dann wie aus dem Nichts die Führung für die Gastgeber: Der beste Standardschütze der zweiten Liga, Marc Schnatterer, setzte einen Freistoß aus gut 35 Metern rechts unten in die Maschen. Keeper Ortega machte dabei keine allzu gute Figur. Vier Minuten später zeigten sich auch die Arminen erstmals gefährlich: Staude ließ vor dem Sechzehner mit einer Körpertäuschung zwei Gegenspieler stehen und zog aus gut 20 Metern ab. Keeper Müller konnte das Leder gerade so mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Unmittelbar danach setzte Kerschbaumer einen Kopfball knapp über das Gehäuse (35.), genauso wie Verhoek auf der Gegenseite (45.). Nach der Halbzeit kam die Saibene-Elf engagiert aus der Kabine und setzte durch einen eher harmlosen Linksschuss von Dick (48.) und einem Voglsammer-Kopfball (52.) eine erste Duftmarke. Das Spiel wurde mitunter etwas schwungvoller, auch weil Heidenheim versuchte, selbst aktiver zu werden. Sowohl Kraus (58.) als auch Schütz (59.) scheiterten auf beiden Seiten jeweils frei vor dem Tor, bevor die Gastgeber auf 2:0 stellen sollten: Dovedan schickte Thiel nach einem Konter in Richtung Bielefelder Strafraum auf die Reise. Dieser wird zwar von zwei Arminen begleitet, kommt aber trotzdem zum Abschluss und setzt den Ball per Linksschuss rechts unten zum 2:0 in die Maschen (63.). Die Bielefelder protestierten vehement, da Brian Behrendt in der Entstehung des Tores von Dovedan am Kopf getroffen und außer Gefecht gesetzt wurde. Börner traumhaft - Voglsammer in letzter Minute Doch im Gegenzug schlugen sie zurück: Nach einem Freistoß von Dick von der Mittellinie schlich sich Kapitän Börner von seinem Gegenspieler weg und setzte den Ball per Volley ins lnge Eck - ein Traumtor (66.). Saibene brachte in der Folge Putaro und Hemlein für Staude und Weihrauch und sah, wie seine Mannschaft am Ball blieb. Kerschbaumer (69., 76.), Behrendt (71.) und Hemlein (77.) blieben bei ihren Versuchen jedoch glücklos. In der Schlussphase hielten die Gastgeber die Arminen geschickt vom eigenen Tor fern und kamen zu einigen Konter-Möglichkeiten. Steurer setzte einen Kopfball in der 86. Minute sogar an das Lattenkreuz. Der Sieg schien sicher - bis zur Nachspielzeit. Kerschbaumer steckte im Strafraum zum Ex-Heidenheimer Voglsammer durch, der den Ball flach an Keeper Müller vorbei zum 2:2 über die Linie schob. Arminia Bielefeld holt nach einer engagierten zweiten Halbzeit wie schon im Vorjahr ein 0:2 beim 1. FC Heidenheim auf, bleibt in der Voith-Arena aber nach wie vor sieglos. Durch den Punktgewinn schraubt der DSC das Punktekonto auf 35 Zähler hoch und springt - zumindest bis Montag - sogar auf Platz 7. Der NW-Liveticker zum Nachlesen:

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