Frustriert: Die Arminen Andreas Voglsammer und Keanu Staude sind nach dem Abpfiff niedergeschlagen, während die Dresdener jubeln. - © Christian Weische
Frustriert: Die Arminen Andreas Voglsammer und Keanu Staude sind nach dem Abpfiff niedergeschlagen, während die Dresdener jubeln. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminen verpassen es, die Chancen zu nutzen

Der DSC unterliegt Dynamo Dresden nach einer schwachen Vorstellung mit 2:3.Voglsammer verwandelt einen Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:2.

Jörg Fritz

Bielefeld. Herber Dämpfer für Arminia Bielefeld. 17.503 Zuschauer sahen eine 2:3-Pleite gegen Dynamo Dresden. Der DSC kassierte die erste Niederlage in diesem Jahr und bleibt gegen Dresden in der 2. Liga damit ohne Heimsieg. „Wir sind fünf Spiele nur gelobt worden, heute war es kein guter Auftritt. Es war das schwächste Spiel seit Monaten, aber ein kollektives Versagen ist mir lieber, so können wir das Spiel schneller abhaken", sagte Jeff Saibene. Der Trainer hatte wie erwartet eine Position geändert. Saibene verändert die Startformation Für Stürmer Leandro Putaro rückte Fabian Klos in die Mannschaft. Ex-Armine Pascal Testroet war nicht am Platz. Er arbeitet in Dresden an seiner Fitness. Die 1.000 Dynamo-Fans hatten zunächst großen Spaß am Spiel ihrer Mannschaft, die in einem offensiven 4:4:2-System überraschte und von Anfang an das Heft des Handelns auf dem Platz übernahmen. Das Aufbauspiel der Gäste wirkte strukturierter, während die Gastgeber wie zuletzt häufig in Heimspielen nur schwer ins Spiel fanden. Es ist immer die gleiche Leier. Die Arminen tun sich sehr schwer beim Spielaufbau und spekulieren statt dessen auf gefährliche Kontermöglichkeiten. Mit der Strategie der Dynamo-Mannschaft, bereits die Bielefelder Abwehrspieler früh zu attackieren, trafen die Dresdener einen wunden Punkt bei den Arminen. Arminen-Führung aus dem Nichts Die zuletzt sattelfeste DSC-Abwehr wirkte verunsichert und erlaubte sich zahlreiche Fehler. Die zunächst überlegenen Dresdener erkämpften sich etliche gute Möglichkeiten zu einem Torerfolg. Auffälligster Dynamo-Akteur war der Senegalese Moussa Koné, der gleich drei gute Chancen in der ersten Halbzeit ungenutzt ließ. Wie aus dem Nichts fiel dann der Bielefelder Führungstreffer. Es war wie schon im Darmstadt-Spiel ein Konter. Fabian Klos bediente Linksverteidiger Florian Hartherz, dessen Distanzschuss noch von Marcel Franke abgefälscht wurde. Die Dresdner blieben gefährlich, die Partie war nun offener. Etwas glücklich nahm Arminia die Führung mit in die Kabine. Dann der Dämpfer: Mit einer schönen Kombination glichen die Gäste durch Koné aus (48.). Und damit nicht genug. Arminias Risiko wird am Ende nicht belohnt Koné war auch an der Dresdner Führung beteiligt. Er nutzte ein Missverständnis zwischen Stefan Ortega und Tom Schütz aus, passte den Ball zu Lucas Röser, der das 1:2 markierte (64.). Arminia reagierte, erhöhte den Einsatz und versuchte offensiv gefährlicher zu werden. Trainer Jeff Saibene brachte mit Keanu Staude und Leandro Putaro zwei frische Angreifer. Die Bemühungen blieben zunächst fruchtlos. Glück für die Arminen, dass Keanu Staude einen Elfmeter herausholte. Horvath war ihn ungeschickt angegangen. Andreas Voglsammer beendete seine Torflaute und markierte per Foulelfmeter den 2:2-Ausgleich (76.). Doch lange währte die Freude nicht: Lucas Röser bemerkte, dass Stefan Ortega ein wenig zu weit vor seinem Tor stand und überwand ihn mit einem Lupfer zum 2:3 (79.). Arminia versuchte noch einmal alles und riskierte viel. Manuel Prietl traf in der Nachspielzeit aber nur den Pfosten. „Wir müssen und wir werden wieder in die Spur finden", betonte Jeff Saibene nach dem Spiel.

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