Durch die Mitte: Leandro Putaro erzielte beim 5:0-Sieg gegen St. Pauli eins seiner beiden Tore. - © Wolfgang Rudolf
Durch die Mitte: Leandro Putaro erzielte beim 5:0-Sieg gegen St. Pauli eins seiner beiden Tore. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Arminias Trainer Saibene sieht bei Putaro großes Potenzial

Der Stürmer wird voraussichtlich in Duisburg wieder in der Startelf stehen

Peter Burkamp

Bielefeld. Kündigt sich ein Generationenwechsel im Angriff der Arminen an? Aller Voraussicht nach wird Leandro Putaro am Samstag im Auswärtsspiel beim MSV Duisburg, Anstoß 13 Uhr, erneut eine Chance in der Startelf bekommen. Jeff Saibene hält viel von dem 21-Jährigen, der gegen Union Berlin für Fabian Klos in die Mannschaft gerückt war. Eine Magen-Darm-Erkrankung hatte den 30-jährigen Routinier um einige Trainingseinheiten gebracht, so dass sich der DSC-Trainer für Putaro als Sturmpartner von Andreas Voglsammer entschied. "Er ist unberechenbar" „Leo hat großes Potenzial und befindet sich auf einem guten Weg." Putaro, der schon links und rechts offensiv auf dem Flügel agiert hat, sei auf der zentralen Stürmerposition eine interessante Variante, findet der DSC-Coach: „Er ist unberechenbar, hat ein gutes Dribbling und einen guten Schuss." Gegen Berlin habe Putaro „viele gute Aktionen gehabt und war oft beteiligt. Er muss jetzt sehen, dass er das Level halten kann." Allerdings hat der ehemalige Wolfsburger kurz vor der Pause auch eine große Chance verpasst. „Ich hätte das Tor machen müssen", zeigte sich der Offensivspieler selbstkritisch. Noch lange nach dem Spiel haderte er mit sich. Saibene versuchte seinen Nachwuchsstürmer aufzumuntern. „Er hat zu mir gesagt: Das kann passieren, nächstes Mal machst du ihn rein", berichtete Putaro. Klos in der Joker-Rolle? In den vergangenen sieben Spielen ist der frühere Junioren-Nationalspieler zuletzt zum Einsatz gekommen. Saibene findet, dass die letzten Monate seinem Schützling gut getan hätten. Die Wende brachte ein Gespräch der beiden: „Ich bin da mit einem positiven Gefühl herausgegangen. Das hat sich auf dem Platz ausgewirkt. Irgendwann hat es klick gemacht." Spielt Putaro auf seiner Lieblingsposition an, dürfte Klos nur die Joker-Rolle bleiben. Gegen Berlin kam er 20 Minuten vor Schluss in die Partie und fand keine Bindung. Auch so etwas kann passieren, lässt Saibene durchblicken. „Es war vielleicht nicht das ideale Spiel, um eingewechselt zu werden. Ich mache ihm keinen großen Vorwurf." Putaro geht das Spiel beim MSV Duisburg optimistisch an. „Ich denke, dass wir besser als die Duisburger sind und ein gutes Spiel machen werden. Es liegt an uns, etwas zu holen."

realisiert durch evolver group