Zweikampf: Arminias Patrick Weihrauch (l.) gegen den Duisburger Boris Tashchy im Kopfballduell. Eine Szene aus dem Hinspiel, das die Arminen 0:4 verloren. - © Christian Weische
Zweikampf: Arminias Patrick Weihrauch (l.) gegen den Duisburger Boris Tashchy im Kopfballduell. Eine Szene aus dem Hinspiel, das die Arminen 0:4 verloren. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia möchte den MSV Duisburg am Samstag überholen

Trainer Saibene setzt aller Voraussicht nach auf die Startelf von Montag

Peter Burkamp

Bielefeld. Nein, an die 0:4-Hinspielniederlage brauche er seine Mannschaft nicht explizit zu erinnern. „Das ist doch schon lange her. Wir sind auch so motiviert genug", sagt Jeff Saibene vor dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg am Samstag, Anstoß 13 Uhr (Liveticker nw.de). Eine große Motivation ist allein schon die Aussicht, die „Zebras" mit einem Sieg in der Tabelle überholen und den Anschluss an die Spitzenplätze schaffen zu können. Putaro darf sich Hoffnungen machen "Warum sollen wir nicht darauf hoffen, dass wir nach oben noch etwas machen können", gibt sich Leandro Putaro (Video) ambitioniert. „Wenn wir in Duisburg gewinnen und darüber hinaus weiter gute Leistungen bringen, können wir noch einmal an den oberen Plätzen schnuppern", sagt der DSC-Stürmer. Putaro darf sich große Hoffnungen machen, auch am Samstag an der Seite von Andreas Voglsammer für eine der beiden zentralen Angriffspositionen nominiert zu werden. Der 21-Jährige hatte gegen Union Berlin erstmals als Mittelstürmer in der Startelf gestanden. Überhaupt scheint es darauf hinaus zu laufen, dass der DSC-Trainer keine Veränderungen in der ersten Elf vornehmen wird. Für Jeff Saibene „gibt es nicht so viele Gründe zu wechseln". Die Mannschaft habe beim 1:1 gegen Union gut gespielt, lediglich in der Chancenverwertung wünsche er sich mehr Effizienz. Grundsätzlich stelle er „die Elf auf, bei denen ich das Gefühl habe, die bringen es jetzt." Alle anderen müssten sich weiter im Training anbieten. Was auch die beiden Angreifer Sören Brandy und Christopher Nöthe tun: „Sie zeigen eine gute Einstellung, aber im Moment sind sie hinten dran." Parallelen zum MSV Duisburg Mit dem nächsten Gegner verbindet die Arminen einiges. „Sie spielen wie wir ein 4:4:2-System, verteidigen mutig und haben eine ähnliche Philosophie vor dem Tor ", benennt Saibene Parallelen zur Ausrichtung der Duisburger unter ihrem Trainer Ilija Gruew. Beide Mannschaften holten auswärts mehr Punkte als im eigenen Stadion: Der MSV 20, Arminia 17. Die Heimbilanz ist bei 13 Zählern exakt gleich. Also Vorteil für Arminia am Samstag? „Wenn das so einfach wäre", sagt Saibene, der die Zahlen nicht überbewerten will. „Wir haben zuletzt auch zu Hause gegen Fürth und Union Berlin gute Leistungen gezeigt. Es haben nur die Tore gefehlt." Nach Duisburg fahre man ohne Angst, viel mehr mit Selbstbewusstsein. „Wir sind in diesem Jahr noch ungeschlagen", erinnert Saibene. Und das wollen die Arminen auch bleiben. Zwar ist mit Stephan Salger ein Verteidiger ins Training zurückgekehrt. Auswirkungen auf die Vierer-Abwehrkette dürfte dies jedoch nicht haben. „Wir haben in den vergangenen drei Spielen ein Gegentor kassiert", betont Saibene die Defensivqualitäten der ganzen Mannschaft. Gegen Union Berlin habe sie lediglich vier, fünf Möglichkeiten zu gelassen.

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