Arminia-Spieler Konstantin Kerschbaumer im Wintertrainingslager in Benidorm. - © Christian Weische
Arminia-Spieler Konstantin Kerschbaumer im Wintertrainingslager in Benidorm. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia: So erlebt Konstantin Kerschbaumer das Trainingslager

Konstantin Kerschbaumer spricht in seinem persönlichen Trainingslagerbericht über Schlafmützen, Begegnungen mit der Heimat und das 4:2:3:1-System

Jörg Fritz

Benidorm. Auf den freien Nachmittag und Abend am Samstag freut sich Konstantin Kerschbaumer, der in seinem zweiten Beitrag exklusiv für unsere Leser seine Eindrücke vom Trainingslager des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld in Benidorm schildert, besonders. „Mit meinem Zimmernachbarn Manuel Prietl werden wir entweder nach Alicante oder Valencia fahren, um einen Stadtbummel zu erleben", lautet sein Plan. Für den 25 Jahre alten Österreicher, der bis zum 30. Juni 2018 vom englischen Zweitligisten FC Brentford ausgeliehen ist, beginnt der normale Tag im Teamhotel Melia Villaitana bereits um 7.45 Uhr. „Manuel Prietl und ich sind Langschläfer. Deshalb reichen uns 15 Minuten, um pünktlich um acht beim Frühstück zu erscheinen", erzählt der Mittelfeldspieler. Danach ist für die Schlafmützen von Zimmer 0408 eine weitere Stunde Matratzenhorchdienst angesagt. Um 9.30 Uhr beginnt dann der Ernst im täglichen Fußballerleben eines Arminen. „Gymnastikübungen sind angesagt. Jeder spult ein individuelles Programm herunter, um gut aufgewärmt ab 10 Uhr ins Training einsteigen zu können", so Kerschbaumer. Weitere Fixtermine am Tag sind das Mittagessen, die Mittagspause, „die fast immer mit einer einstündigen Schlafeinheit verbunden ist" und der zweiten Übungseinheit am Nachmittag ab 15.30 Uhr. Playstation-Duell am Abend Nach dem Abendessen um 19 Uhr ist Freizeit angesagt. Die Kombination Kerschbaumer/Prietl nutzt sie regelmäßig zu einem Playstation-Wochenduell gegen Keanu Staude und Leandro Putaro. „Es sieht in der Wertung nicht gut für uns aus", muss Kerschbaumer eingestehen. „Die Jungen sind fitter." Zwischen 22.30 und 22.45 Uhr ist dann Nachtruhe angesagt. Bislang zieht der Österreicher eine äußerst zufriedenstellende Bilanz des Trainingslagers. „Anstrengend war lediglich der Dienstag, als Sprintübungen, bei denen die Geschwindigkeit bei jedem Durchgang gesteigert wurde, auf dem Programm standen. Jeder muste so lange laufen, bis er nicht mehr konnte", berichtet der Mittelfeldspieler. Kerschbaumer erzielte den Bestwert mit 22,8 Stundenkilometern. Am Abend trafen Kerschbaumer und Brian Behrendt den Teammanager von Rapid Wien, den beide Arminen aus ihrer Zeit bei Rapid gut kennen. Die Wiener werden übrigens am Montag Quartier im Hotel Melia Villaitana beziehen. Positiv beeindruckt war Kerschbaumer von der Art und Weise, wie Arminia beim 2:0 gegen den belgischen Erstligisten KRC Genk auftrumpfte. „Das war vor allem in der ersten Halbzeit ein extrem gutes Spiel, in dem wir Selbstvertrauen und Sicherheit gewannen. Wir haben gezeigt, dass wir auch von hinten Fußball spielen können." Phasenweise agierten die Arminen in einem 4:2:3:1-System, in dem Patrick Weihrauch sich zurückfallen ließ. Kerschbaumer: „Wir sind jetzt nicht mehr so leicht zu durchschauen." Das Trainingslager und die Testspiele begleitet auch der NW-Liveticker aus Spanien:

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