Marco Kostmann (rechts) erklärt Baboucarr Gaye und Nikolai Rehnen im Trainingslager in Benidorm eine Übung - © Christian Weische
Marco Kostmann (rechts) erklärt Baboucarr Gaye und Nikolai Rehnen im Trainingslager in Benidorm eine Übung | © Christian Weische

Benidorm Rückkehr von Torwart-Trainer Marco Kostmann ins alte Revier

Von 2011 bis 2015 hatte der gebürtige Rostocker bereits in Bielefeld gearbeitet, ehe er den Job in Hamburg annahm.

Christian Weische
Jörg Fritz

Benidorm. Für Marco Kostmann war es wie eine Rückkehr ins alte Revier. Nach einem zweijährigen Intermezzo beim Hamburger SV kehrte der 51-Jährige zu Saisonbeginn wieder zum DSC Arminia Bielefeld zurück, um seine erfolgreiche Arbeit als Torwarttrainer fortzusetzen. Von 2011 bis 2015 hatte der gebürtige Rostocker bereits in Bielefeld gearbeitet, ehe er den Job in Hamburg annahm. Der Reiz, an seinem Wohnort Hamburg zu arbeiten, erwies sich im Nachhinein als Fehler, „da gewisse Zusagen nicht erfüllt wurden", sagte Kostmann. Fast zeitgleich mit ihm kehrte auch sein früherer Schützling Stefan Ortega nach Ostwestfalen zurück, der nach dem Zweitligaabstieg der Arminen im Jahre 2014 zum TSV 1860 München gewechselt war. Die Verbindung zwischen beiden war nie abgerissen, „da ich zu allen meinen ehemaligen Schützlingen ein gutes Verhältnis habe", sagt Kostmann. Ortega überzeugt seine Kritiker Sein Eindruck nach dem Wiedersehen beschreibt der Torwart-Coach wie folgt: „Stefan hat in München eine Menge erlebt. Diese Zeit hat ihn geprägt. Er ist seriöser und erwachsener geworden." Dass Stefan Ortega nach seiner Rückkehr nicht von allen Anhängern mit Begeisterung empfangen wurde, kann sein Trainer nachvollziehen. „Er hat als Absteiger den Verein verlassen." Kostmann sieht bei den Vorbehalten gegenüber Ortega aber auch einige positive Dinge. „Es schärft die Sinne, zumal Stefan auch bestens vorbereitet in Bielefeld ankam." Der erst 24 Jahre alte Ortega hat bereits nach den 18 absolvierten Spielen des vergangenen Jahres seine Kritiker vollends überzeugt. Über drei Gegentore wurde länger geredet Er hat sich super entwickelt", lautet Kostmanns Lob. „Die fußballerischen Fähigkeiten waren immer schon seine Waffe. Die Abschläge kommen fast immer bei seinen Mitspielern an. Ein weiteres Plus ist, dass er schnelle Entscheidungen trifft, die fast immer richtig sind." Ortegas persönliche Bilanz kann sich daher sehen lassen. Er stand in allen 18 Partien im Tor, hielt vier Mal seinen „Kasten" sauber und wurde daher vom Fachmagazin Kicker zum zweitbesten Zweitliga-Keeper gewählt. Es gab aber auch einige kleine Ausreißer. „Über drei Gegentore in 18 Spielen haben wir etwas länger geredet", sagt Kostmann, der seinen Schützling als „unverkrampften Keeper bezeichnet, der mit Stresssituationen leben kann."Mit Nikolai Rehnen, Baboucarr Gaye und den beiden Nachwuchskeepern Steffen Westphal und Jhonny Peitzmeier, die beide jeweils vier Trainingstage in Benidorm verbringen, betreut Kostmann Talente, die ihren Weg gehen werden. Die Frage, wohin Ortegas Reise gehen werde, beantwortet Kostmann wie aus der Pistole geschossen: „Die Klasse halten. Das ist die Perspektive." Alle Informationen über Arminias Trainingslager in Benidorm finden Sie im Liveticker:

realisiert durch evolver group