Arminia Bielefeld Kommentar: Arminia provoziert Spekulationen

Arminia Bielefeld setzt seinen Geschäftsführer Gerrit Meinke vor die Tür.

Torsten Ziegler

Bielefeld. Arminia Bielefeld setzt seinen Geschäftsführer Gerrit Meinke vor die Tür. Seinen Geschäftsführer. Nicht den Platzwart, womit ausdrücklich nicht die verantwortungsvolle Tätigkeit eines Platzwartes herabgewürdigt sein soll. Aber der Fußball-Zweitligist vollzieht diese essentielle Personalie im Stillen. Informationsflaute zum Geschäftsführer-GAU Seine Vereinsmitglieder und die interessierte Öffentlichkeit darüber in Kenntnis zu setzen, dieser Gedanke kommt dem Klub offenbar nicht. Zumindest ist er nicht stark genug, dass er sich durchsetzt. Denn der Geschäftsführer-GAU gerät erst mit Zeitverzögerung und per Zufallsrecherche ans Licht. Dieses Verhalten des DSC Arminia ist schon sehr merkwürdig und unprofessionell. Worauf hat Arminia Bielefeld gewartet? Festzuhalten ist, dass Heimlichtuerei in derart wichtigen Personalangelegenheiten immer und überall schädliche Spekulationen provoziert hat. Mit Garantie davon wuchtig betroffen ist ein Klub wie der DSC, dessen Existenz in der Vergangenheit häufig durch Finanzlöcher bedroht war. Die Zweifel an Arminia sind zurück Ist es trotz der erfreulichen sportlichen Aufwärtsentwicklung unter Cheftrainer Jeff Saibene seit März dieses Jahres wieder so weit? Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer widerspricht den Untergangsszenarien vehement. Das ist kaum anders zu erwarten. Durch seine bislang nach außen durchweg seriös wirkende Art der Vereinsführung ist man sogar geneigt, ihm zu glauben. Allerdings sind die Zweifel jetzt wieder gegenwärtig. Laufer und Kollegen haben sie durch das Verschweigen einer wichtigen Nachricht selbst hervorgerufen. Spätestens auf der Jahreshauptversammlung am 28. Januar brauchen sie stichhaltige Argumente, um das in Teilen verlorengegangene Vertrauen zurückzugewinnen.

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