Im Schneegestöber: Jeff Saibene war nicht zufrieden mit dem Hinrundenfinale in Sandhausen. F - © Christian Weische
Im Schneegestöber: Jeff Saibene war nicht zufrieden mit dem Hinrundenfinale in Sandhausen. F | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Hinrundenbilanz: Saibene findet 25 Punkte in Ordnung

DSC-Trainer sieht zum Ende der Hinrunde eine Bilanz, die dem Leistungsvermögen der Mannschaft entspricht

Peter Burkamp

Bielefeld. Die 1:3-Niederlage in Sandhausen hat auf die Stimmung gedrückt und die gute Hinrundenbilanz ein wenig getrübt. Das war den Bielefeldern, ob Spielern oder Verantwortlichen, anzumerken. Fußball spielen, so wie es sich Jeff Saibene vorstellt, war unter den irregulären Bedingungen im Hardtwald-Stadion nicht möglich. Platzverhältnisse sind keine Entschuldigung Als Entschuldigung für das Scheitern wollte jedoch niemand die widrigen Platzverhältnisse gelten lassen. „Beide Mannschaften hatten die gleichen Bedingungen. Sandhausen war sehr präsent und hatte das nötige Quäntchen Glück, das du bei solchen Platzverhältnissen brauchst", sagte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Während Jeff Saibene zähneknirschend die Niederlage akzeptierte, grinste Sandhausens Trainer über das ganze Gesicht. Der Sieg beförderte die Punkte 22 bis 24 auf das Konto der Badener. „Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass wir nach der Hinrunde 24 Punkte haben, hätte ich das sofort unterschrieben", meinte Kenan Kocak. Diese Formulierung benutzten die Arminen zwar nicht. Angesichts von 14 Punkten zum Hinrundenende der vergangenen Saison hätten sie die aktuell erreichten 25 Zähler sicherlich auch vor dem Saisonstart ohne zu zögern gegengezeichnet. Saibene: "Gerechte Punktzahl" Ein Punkt, vielleicht sogar ein Sieg, wären in Sandhausen bei einer niedrigeren Fehlerquote möglich gewesen. Dann stünden jetzt 26 beziehungsweise 28 Punkte zu Buche. Andererseits hat Arminia auch einige Male glücklich gesiegt. Etwa beim 2:1 gegen Regensburg oder dem 2:1 in Nürnberg. Das weiß Jeff Saibene. Deshalb bezeichnete der Trainer die Ausbeute seiner Mannschaft als „eine gerechte Punktzahl. Es ist das, was wir verdient haben und unser Leistungsvermögen aufzeigt. Ich finde es okay", sagte Saibene nüchtern. Auf jeden Fall gebe die erreichte Marke nicht Anlass, „übertrieben euphorisch" zu sein. Davon war auch Samir Arabi nach dem 1:3 in Sandhausen weit entfernt. Er sieht im ersten Saisonteil die Fortsetzung einer Entwicklung. „Wir machen da weiter, wo wir aufgehört haben. In der letzten Rückrunde haben wir 23 Punkte geholt. Jetzt sind es 25. Wir sind einigermaßen stabil. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist völlig in Ordnung", sagte der Sport-Geschäftsführer. Die eher zurückhaltenden Äußerungen Saibenes und Arabis dürften damit zu tun haben, dass 25 Punkte in der laufenden Saison keine große und beruhigende Distanz auf die Abstiegsplätze bedeuten. „Wer weiß, ob 40 Punkte dieses Jahr überhaupt zum Klassenerhalt reichen", sagte Andreas Voglsammer. Arminias Torjäger fordert deshalb, im letzten Spiel des Jahres am Samstag in Regensburg nachzulegen.

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