Ist guter Dinge: Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. FOTO: CW - © Christian Weische
Ist guter Dinge: Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. FOTO: CW | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Herausforderung: Bei Arminia laufen elf Verträge aus

Sechs Spieler aus der Startelf der Partie gegen den FC St. Pauli sind nur noch bis zum 30. Juni 2018 an den DSC gebunden. Viel Arbeit für Sport-Geschäftsführer Arabi

Jörg Fritz

Bielefeld. Für Samir Arabi beginnt in diesen Tagen eine der wichtigsten Saisonphasen seiner Tätigkeit als Sport-Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld. Der 38-Jährige ist damit beschäftigt, den Kader für die Saison 2018/19 zusammenzustellen. Zum 30. Juni 2018 laufen gleich elf Verträge des momentan 25 Spieler umfassenden Aufgebotes aus. Zu diesem Kreis gehören unter anderem sechs Spieler, die am Freitagabend in der Startformation der Partie gegen den FC St. Pauli standen. Mit Florian Dick (33 Jahre), Florian Hartherz (24) und Stephan Salger (27) ist fast die komplette Abwehr betroffen. Auch fast das komplette Mittelfeld, das Herz der Arminen, wird mit Arabi über eine Vertragsverlängerung sprechen müssen. Tom Schütz (29), Manuel Prietl (26) und Konstantin Kerschbaumer (25) sind für Trainer Jeff Saibene unverzichtbare Leistungsträger. Dieses Trio zählt neben Torhüter Stefan Ortega, Abwehrchef Julian Börner sowie den beiden Stürmern Fabian Klos und Andreas Voglsammer zur Achse, die stimmig ist und als Garant für den Erfolg (25 Punkte) gilt. Schwierige Verhandlungen mit Kerschbaumer Schwierig dürften die Verhandlungen mit Kerschbaumer werden, der für eine Saison vom englischen Zweitligisten FC Brentford ausgeliehen wurde und dort bis 2019 noch unter Vertrag steht. Nach seinen guten Leistungen – vier Saisontore – werden die Engländer Kerschbaumer zurückholen oder aber eine hohe Ablösesumme fordern. Mit Zweittorhüter Nikolai Rehnen (20), Abwehrspieler Brian Behrendt (26), Mittelfeldspieler David Ulm (33), Offensivspieler Christoph Hemlein (26) und Stürmer Andraz Sporar (23) wird Samir Arabi ebenfalls Gespräche führen. Spannend dürfte die Entwicklung im Falle Sporar sein. Der slowenische Nationalspieler ist bis zum Saisonende vom FC Basel ausgeliehen. Nach einigen Irritationen in Bielefeld, die laut Saibene „ausgeräumt sind", wollte sich der Stürmer wieder erfolgreich einbringen. Eine komplizierte Zahnoperation machte ihm jedoch einen dicken Stich durch die Rechnung. Seinen letzten Einsatz hatte Sporar am 5. November beim 1:1 gegen Erzgebirge Aue. Ein mögliches Denkmodell: Sporar könnte sich in der Winterpause aus Bielefeld verabschieden, was für beide Vertragsseiten vielleicht die beste Lösung sein könnte. Viel Arbeit also für Sport-Geschäftsführer Samir Arabi, der sicherlich noch die eine oder andere Überraschung auf Lager hat.

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