Erleichtert und zufrieden: Jeff Saibene umarmt Konstantin Kerschbaumer nach dem 2:0-Sieg in Kaiserslautern. - © Foto: Wolfgang Rudolf
Erleichtert und zufrieden: Jeff Saibene umarmt Konstantin Kerschbaumer nach dem 2:0-Sieg in Kaiserslautern. | © Foto: Wolfgang Rudolf

Arminia Saibene arbeitet mit ruhiger Hand und klarer Analyse

Beim 2:0-Sieg in Kaiserslautern geht der Plan von Trainer und Mannschaft weitgehend auf

Peter Burkamp

Bielefeld. Geduldig erfüllte Jeff Saibene nach dem 2:0-Erfolg in Kaiserslautern die Wünsche der Journalisten und bewies dabei seine Sprachbegabung. Er parlierte auf Französisch, auf Luxemburgisch und auf Deutsch. Im Gegensatz zu den Momenten nach dem Spiel, als Arminias Trainer seiner Freude über den wichtigen Auswärtserfolg freien Lauf gelassen hatte, war er nun ruhig und ganz der analytische Fußballlehrer. Jeff Saibene wirkte zufrieden. Der Erfolg in Kaiserslautern darf als Bestätigung für den heimischen Trainer und seine Spieler verstanden werden. Ihr Matchplan ging auf. Drei Punkte standen auf der To-Do-Liste. Oberste Priorität hatte, „dass wir alles daran setzen, zu null zu spielen", verriet Saibene. Das hat geklappt. Punkt zwei lautete: Präsenz über 90 Minuten. Während die Mannschaft in Aue und gegen Braunschweig jeweils nur eine gute Halbzeit gezeigt hatte, war sie in Kaiserslautern deutlich länger als eine Halbzeit aufmerksam, aktiv und Spielkontrolle ausübend. Allerdings gab es eine längere Phase, in der sich die Gäste kaum vom Druck der Kaiserslauterer befreien konnten. Drittens hatte Saibene Leidenschaft gefordert – und bekommen. Kämpferisch verdienten sich alle eingesetzten Profis ein großes Lob. "Dann kommen automatisch die Punkte" Saibenes Geduld und analytische Herangehensweise scheinen ein großer Teil seines Erfolgsrezepts zu sein. „Ich habe der Mannschaft auch nach dem Braunschweig-Spiel gesagt, dass ich nicht unzufrieden war. Wir müssen nur einige Dinge verbessern", erklärte er. Dementsprechend konzentriert sich der Trainer mit seiner Mannschaft vor dem jeweils nächsten Spiel auf die Beantwortung der Frage: „Was müssen wir tun, damit wir auf dem Platz Erfolg haben?" Wenn man gleichzeitig der Tabelle keine größere Bedeutung beimesse, „kommen automatisch die Punkte", meinte der DSC-Coach. Und wenn sie Mal ausbleiben, verfällt Saibene nicht in hektische Betriebsamkeit. Der 49-Jährige hatte auch während der fünf Spiele währenden Serie ohne Sieg nie das Vertrauen in das Potenzial seine Mannschaft verloren. Und er ist ruhig geblieben. Das Glück erzwungen „Ich kenne das, ich habe das schon oft erlebt", sagte Saibene. Da werde eine Krise herbeigeredet, „die nie da war." Seine Sichtweise ist stets positiv. „Ich sage: Wir haben drei Mal hintereinander nicht verloren, anstatt: wir konnten fünf Mal nicht gewinnen." Am Sonntag ist viel von dem, was sich Trainer und Team vorgenommen haben, aufgegangen. So überzeugten Konstantin Kerschbaumer und Leandro Putaro auf für sie eher ungewohnten Positionen. „Wir hatten aber auch das Spielglück wieder auf unserer Seite", ergänzte Saibene. Trotz akribischer Vorbereitung geht es nicht ohne. In den vergangenen drei Spielen haben die DSC-Profis das Glück erzwungen. Das belegen die späten Tore.

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