Durchgebissen: Siegtorschütze Konstantin Kerschbaumer lässt sich von Fabian Klos feiern. - © Wolfgang Rudolf
Durchgebissen: Siegtorschütze Konstantin Kerschbaumer lässt sich von Fabian Klos feiern. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Arminia schlägt Schlusslicht Kaiserslautern mit 2:0

Arminia Bielefeld holt nach sechs sieglosen Spielen drei Punkte in der Pfalz

Peter Burkamp

Kaiserslautern. Man konnte die Steine, die den Fans, Spielern und Verantwortlichen des DSC Arminia mit dem Abpfiff nach 95 Minuten vom Herzen fielen, bis in die hintersten Reihen des Fritz-Walter-Stadions hören. Die Freude war groß, die Erleichterung nach dem 2:0-Erfolg in Kaiserslautern vielleicht noch ein bisschen größer. Der erste Dreier nach fünf sieglosen Spielen in Folge „war extrem wichtig", sagte Jeff Saibene, der kurz nach dem Spiel schon auf die Tabelle geschaut hatte: „Platz sechs nach 15 Spielen – das ist hervorragend und schon eine kleine Sensation", sagte der DSC-Trainer, der die Startelf gleich auf mehreren Positionen geändert hatte. Keanu Staude musste wegen einer Zehenverletzung passen, für ihn spielte Konstantin Kerschbaumer links. Leandro Putaro, der Torschütze des wichtigen 2:2 gegen Braunschweig, agierte überraschend auf dem rechten Flügel. Patrick Weihrauch saß zunächst auf der Bank. Wie erwartet kehrte Mannschaftskapitän Julian Börner in die Innenverteidigung zurück. Mehrere gute Chancen nicht genutzt Mit dieser etwas überraschenden Startelf dominierten die Arminen die erste Halbzeit. Bis auf ein, zwei Momente, darunter ein Schuss aus 15 Metern von Lukas Spalvis, den Stefan Ortega parierte (9. Spielminute), gab es kaum gefährliche Momente für die DSC-Defensive. Ihrerseits erarbeiteten sich die Gäste auf dem Betzenberg einige gute Möglichkeiten. Nachdem bereits nach knapp zwei Minuten ein Anspiel von Fabian Klos auf den gestarteten Andreas Voglsammer etwas zu steil war, klappte das Zusammenspiel in der 22. Spielminute besser. Voglsammer nahm die Vorlage direkt, Kaiserslauterns Keeper Marius Müller lenkte den Ball zur Ecke – eine von insgesamt fünf Bielefelder Ecken im ersten Durchgang. Es folgten Mitte der ersten Halbzeit weitere gute Offensivszenen der Arminen: Ein Schuss von Leandro Putaro geblockt, Börner verpasste ein Zuspiel im Strafraum, Kerschbaumers Schuss wurde abgewehrt. Angesichts dieser guten Szenen war die Bielefelder Führung hoch verdient. Ein langer Abschlag von Stefan Ortega erreichte Andreas Voglsammer, der Richtung Lauterer Tor strebte und von der Strafraumgrenze abzog (27.). Kerschbaumer macht den Sack zu Nach der Pause wurden die Lauterer wie erwartet stärker. Sie agierten aggressiver und zielstrebiger. Mit wachsender Spieldauer geriet der DSC mehr unter Druck. „Wir haben den Sack nicht zu gemacht. So lange es nur 1:0 steht, bleibt es gefährlich", sagte Jeff Saibene. Und Konstantin Kerschbaumer musste gestehen, „dass wir in der Schlussphase keine Lösung dagegen hatten". Doch die Abwehr der Arminen hielt stand, auch „wenn jeder Ball der Lauterer gefährlich war", wie Rückkehrer Florian Dick bemerkte. Schließlich klappte es dann auch noch mit dem zweiten Tor. Einen Konter über Patrick Weihrauch vollendete Konstantin Kerschbaumer mit der letzten Aktion der Partie und leitete damit die Siegesfeierlichkeiten ein. „Wir haben uns von den letzten Ergebnissen nicht nervös machen lassen", sagte Kerschbaumer, froh über den „wichtigen Dreier". Der Liveticker zum Nachlesen:

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