Jeff Saibene umarmt nach dem Spiel gegen Erzgebirge Aue Andreas Voglsammer, der für Arminia den Ausgleichsstreffer schoss. Links verlässt der Auer Pascal Köpke den Platz. - © Christian Weische
Jeff Saibene umarmt nach dem Spiel gegen Erzgebirge Aue Andreas Voglsammer, der für Arminia den Ausgleichsstreffer schoss. Links verlässt der Auer Pascal Köpke den Platz. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Hochverdient: Voglsammers Last-Minute-Treffer rettet Arminia einen Punkt

Arminen verdienen sich nach erheblicher Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ein 1:1 in Aue / Der große Liveticker zum Nachlesen

Patrick Albrecht

Bielefeld/Aue. Arminia Bielefeld hat die Abwärtsspirale mit zuletzt drei Niederlagen in Folge gestoppt und bei Erzgebirge Aue ein 1:1-Unentschieden erreicht. Nach einem Scheibenschießen auf das Auer Tor sorgte Andreas Voglsammer in der Nachspielzeit für den hochverdienten Ausgleich. Andraz Sporar stand zwei Wochen nach seinem überraschendem Wechselwunsch wieder in der Startelf. Im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen den FC Ingolstadt nahm DSC-Trainer Jeff Saibene vier personelle Änderungen vor: Stephan Salger ersetzte den rotgesperrten Brian Behrendt in der Innenverteidigung, Tom Schütz verdrängte Manuel Prietl aus dem defensiven Mittelfeld. Patrick Weihrauch rückte von der offensiven Außenbahn auf die Rechtsverteidiger-Position, die zuletzt Nils Teixeira inne hatte. Keanu Staude rückte daraufhin ebenso in die Startelf wie Andraz Sporar, für den Fabian Klos auf der Bank Platz nehmen musste. Die Zuschauer im Erzgebirgsstadion sahen eine Anfangsphase, in der die Gastgeber den etwas besseren Start erwischten. Aue übernahm zunächst die Initiative und kam nach vier Minuten durch den späteren Torschützen Kvesic zu einem ersten Abschluss aus der Distanz. Wenig später probierte es Köpke zweimal aus der zweiten Reihe, fand in DSC-Keeper Ortega jedoch seinen Meister. Stabile Defensive, wenig Offensivdrang Die Arminen waren zunächst um Kompaktheit bemüht und ließen in der Offensive Ideen und Durchschlagskraft vermissen. Die Spielanteile glichen sich fortan komplett aus. Beide Mannschaften hatten jeweils längere Ballbesitzphasen, konnten den Gegner aufgrund von fehlendem Tempo jedoch nie vor Probleme stellen. Nach 27 Minuten sorgte der bemühte Hemlein mit einem Linksschuss von der Sechzehner-Kante für die erste Bielefelder Torannäherung, setzte die Kugel aber deutlich über das Tor. Wenig später fischte Ortega einen Kvesic-Freistoß aus dem Winkel (30.). Kurz vor dem Pausenpfiff nahm die Partie noch einmal Fahrt auf: Aue-Keeper Männel musste zunächst nach einem starken Staude-Schuss sein ganzes Können zeigen, bevor eine äußert unglückliche Situation für den DSC folgen sollte: Nach einem Freistoß wird Börner im eigenen Sechzehner leicht geschubst und gerät so mit der Hand an den Ball. Schiedsrichter Günsch zeigte auf den Punkt. Eine schwierige Entscheidung - wenn auch vertretbar, da sich Börner zu theatralisch fallen ließ. Kvesic verwandelte den anschließenden Strafstoß souverän zum 1:0. Scheibenschießen in Aue - Arminia gegen Männel Nach der Halbzeitpause kam die Saibene-Elf mit großem Engagement aus der Kabine. Der DSC drückte die Gastgeber in die eigene Hälfte und entfachte bis zum Schluss Dauerdruck. Voglsammer fand zunächst nach einem Schuss aus spitzem Winkel (52.) und einem starken Kopfball (58.) in Aues Keeper Männel seinen Meister. Zwischenzeitlich touchierte auf der anderen Seite ein Köpke-Schuss nach geschicktem Zuspiel von Kempke die Querlatte (57.). Von Aue sollte dennoch nichts mehr kommen, das Spielgeschehen spielte sich ausschließlich in der Hälfte der Hausherren ab. Es folgte ein wahres Chancenspektakel: Doch Börner (67.), Hartherz (67.), Staude (69., 72.), Salger (70.) und Sporar (71.) sollten zum Teil beste Gelegenheiten liegen gelassen. Besonders Aues Keeper Männel lief zu Höchstform auf. Saibene wechselte in der Zwischenzeit zweimal und brachte Quaschner für Hemlein sowie Klos für Sporar. Sieben Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit hätte der eingewechselte Bertram nach einem Konter zwingend für die Vorentscheidung sorgen müssen, scheiterte jedoch am Innenpfosten. Kurz vor Schluss ersetzte auf Seiten der Arminen Leandro Puatro den ausgelaugten Staude. Das Chancen-Spektakel nahm zwar etwas ab, der Dauerdruck des DSC blieb aber bestehen. Zu Beginn der vierminütigen Nachspielzeit sollten sich die Arminen schließlich belohnen. Voglsammer sorgt für die Erlösung Fabian Klos verlängerte einen langen Ball per Kopf in den Lauf von Voglsammer, der frei vor Männel die Nerven behielt und links unten zum hochverdienten Ausgleich einschoss. Die Erleichterung auf Seiten der Bielefelder war riesengroß. Am Ende standen 21 zu 10 Torschüsse zugunsten des DSC, der einen Sieg durchaus verdient gehabt hätte. Durch den Last-Minute-Ausgleich konnte die Abwärtsspirale nach zuletzt drei Niederlagen in Folge gestoppt und das Punktekonto auf 18 Zähler aufgeschraubt werden. Aktuell belegt Arminia den achten Tabellenplatz. Nach der Länderspielpause geht es am Freitag, den 17. November, mit einem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig weiter. Das Spiel im Liveticker:

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