Jeff Saibene und Carsten Rump. - © Christian Weische
Jeff Saibene und Carsten Rump. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Eine starke Bank ist Saibenes Trumpf

Für das Spitzenspiel gegen Düsseldorf kann der Trainer wieder auf Hemlein, Staude und Hartherz bauen. 19.500 Eintrittskarten sind bereits verkauft worden

Jörg Fritz

Bielefeld. Gut gelaunt blickt Arminia Bielefelds Trainer Jeff Saibene dem Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga am Samstag um 13 Uhr in der Schüco-Arena gegen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf entgegen. „Personell sind wir in der Breite super aufgestellt", sagte der DSC-Coach und bestätigt damit, dass Keanu Staude, Florian Hartherz und Christoph Hemlein wieder einsatzfähig sind. „Sie haben voll trainiert und stehen mir sofort zur Verfügung." Gleichwohl muss er bei der Bestimmung seiner Startelf einige unangenehme Gespräche führen. „Wir haben ein Luxusproblem, da fast alle Position doppelt stark besetzt sind." Das heißt, dass einige Akteure noch nicht einmal zum 18er-Aufgebot gehören werden." Wie wichtig gerade Auswechselspieler für Arminia sein können, bewiesen Konstantin Kerschbaumer und Andraz Sporar zuletzt beim Auswärtsspiel in Nürnberg. Die beiden Joker erzielten die Tore zum 2:1-Auswärtssieg. „Mein Trainerteam und ich haben sehr gute Alternativen zum Einwechseln. In Nürnberg haben wir gesehen, was eine starke Bank ausmachen kann", erläutert Saibene. Pokal-Aus noch vor Augen Natürlich schwirren die Ursachen für die 1:3-Pokalniederlage gegen Fortuna Düsseldorf vom 12. August immer noch in den Köpfen aller Arminen. „Krasse individuelle Fehler waren für unser Ausscheiden verantwortlich", lautet Saibenes Analyse vor der Revanche – diesmal um Meisterschaftspunkte. Eine Verringerung der Fehlerquote und eine größere Stabilität seien daher erforderlich, „um gegen Düsseldorf zu bestehen, betont der Luxemburger. Der kurzfristige Wechsel von Düsseldorfs Co-Trainer Peter Hermann zu Bayern München könnte nach Saibenes Ansicht schon Auswirkungen bei den Fortunen-Spielern hervorrufen. „Ich glaube, dass diese Personalentscheidung meinem Kollegen Friedhelm Funkel schon weg getan hat", vermutet Saibene und zieht einen Vergleich zu seinem Co-Trainer Carsten Rump. „Würde Rumpi uns verlassen, wäre es ein großer Verlust für uns", lautet Saibenes Wertschätzung gegenüber seinem Assistenten. Über Saibenes Spruch, „wenn Bayern München für Rump auch so viel zahlen würde wie für Peter Hermann, würde ich ihn vermutlich nach München tragen", konnte der allseits beliebte Co-Trainer nur schmunzeln. Bis gestern sind 19.500 Tickets verkauft worden, so dass mit rund 21.500 Besuchern zu rechnen ist. „Ich erwarte eine fantastische Atmosphäre", verrät auch Saibenes Kollege Friedhelm Funkel große Freude auf das Duell der beiden Traditionsklubs, die in den vergangenen Jahren im Abstiegskampf verstrickt waren.

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