Arminia Bielefeld Arminias neuer Geschäftsführer Rejek wirbt um Vertrauen

Der neue Geschäftsführer für Finanzen und Marketing hat seine Arbeit aufgenommen

Bielefeld. Wo steht der DSC Arminia am ersten offiziellen Arbeitstag des neuen Geschäftsführers? „Auf Tabellenplatz vier", sagt Markus Rejek zufrieden lächelnd. Er ist seit Montag der neue Mann in der Führungsebene des heimischen Zweitligisten und arbeitet neben seinen beiden Geschäftsführerkollegen Samir Arabi (Sport) und Gerrit Meinke (Stadiongesellschaft). So wie Rejek (49) hofft, dass das Punktepolster der Mannschaft weiter anwächst, wünscht er sich „mehr Wasser unterm Boot". Finanziell gesehen belegt der DSC keinen vorderen Tabellenplatz im Vergleich mit vielen Konkurrenten. Das ist dem neuen Geschäftsführer klar. Das „Erbe der Vergangenheit, der Stadionumbau und die Auf und Abs der Profis" hätten eine Menge Geld gekostet. Verständlich, dass der Bereich Sanierung ein Kernthema für Rejek ist. Ein wichtiges, kurzfristiges Ziel sei es, „den Spielbetrieb der Profi KGaA so zu finanzieren, dass wir am Ende eine schwarze Null schreiben". Mehr Freiraum statt sich von Lizenzierung zu Lizenzierung zu hangeln, ist das Ziel. 14 Jahre bei Borussia Dortmund Das bedeutet jedoch nicht, dass Rejek einen strikten Sparkurs propagiert. „Wir müssen mit unseren Geldern vernünftig umgehen, und schauen, wo man etwas einsparen kann. Dort, wo Potenzial steckt, sollte man auch mal investieren." Rejek, der 14 Jahre als Marketingleiter bei Borussia Dortmund arbeitete und bis Juli als Geschäftsführer bei 1860 München tätig war, möchte zunächst sein Bild von der Arminia-Gruppe vervollständigen. Verträge lesen, viele Gespräche führen – mit Mitarbeitern, Funktionären, Sponsoren und Fans. „Der Dialog mit den Fans ist mir wichtig. Sie machen den Verein aus", sagt Rejek. Zwischen den Bundesligastandorten Schalke und Dortmund im Westen sowie Hannover und Bremen im Osten und Norden habe Bielefeld „ein Alleinstellungsmerkmal in Ostwestfalen". Rejek sieht breites Feld an Aufgaben Diese Position gelte es zu nutzen. Rejek, der unter anderem beim Thema digitale Medien auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Vermarktungspartner Lagardère Sports (früher Sportfive) setzt, ist sich des Marketing-Potenzials der Region bewusst. „Hier gibt es viele familiär geführte Unternehmen, die genau prüfen, ob sich eine Partnerschaft lohnt. Da gilt es Vertrauen zurück zu gewinnen, wo es in den vergangenen Jahren abhanden gekommen ist", sagt Rejek. Gerade angefangen, sieht der neue Geschäftsführer ein breites Feld an Aufgaben. Bei der Sanierung gibt er zu bedenken, dass der Fortschritt seine Zeit braucht. „Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon", stellt Rejek klar.

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