Kampf um den Ball: Armine Christoph Hemlein attackiert in dieser Szene aus dem Spiel im März Nürnbergs Ondrej Petrak. foto: Weische - © Christian Weische
Kampf um den Ball: Armine Christoph Hemlein attackiert in dieser Szene aus dem Spiel im März Nürnbergs Ondrej Petrak. foto: Weische | © Christian Weische

Seriensieger Nürnberg zeigt Respekt vor Arminia

Beim Gastspiel in Franken setzt DSC-Geschäftsführer Arabi auf die Dresden-Taktik

Bielefeld. Der 1. FC Nürnberg ist die Mannschaft der Stunde. Der „Club" beendete als einziger Zweitligist die englische Woche mit drei Siegen und rückte nach neun Punkten in Folge bis auf den zweiten Tabellenplatz vor. Am kommenden Samstag, Anstoß 13 Uhr, wollen die Bielefelder Arminen dafür sorgen, dass die Siegesserie reißt. „Wir müssen defensiv wieder so konsequent dagegenhalten wie in Dresden und die Möglichkeiten, die sich ergeben, nutzen", erklärte Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden im Max-Morlock-Stadion. Beim Thema Verwerten der Torchancen ist im Moment nur eine Mannschaft in der Liga besser als der DSC: Der nächste Gegner, der 1. FC Nürnberg. Die Franken haben laut Statistik des Kicker 40,4 Prozent ihrer 47 Chancen genutzt, die Bielefelder 37,1 Prozent von 35. Samir Arabi bezeichnet den samstäglichen Kontrahenten als „homogene Mannschaft. Im Zentrum sind sie mit Hanno Behrens und Patrick Erras stark besetzt." Behrens hat schon vier Tore selbst geschossen und zwei vorbereitet. Besser ist in dieser Bilanz nur Mikael Ishak. Der schwedische Stürmer führt an der Seite des Kielers Marvin Ducksch die Torjägerliste mit fünf Treffern an. Bangen um Florian Hartherz Mitte März beendete eine 0:1-Niederlage der Arminen in Nürnberg die Zeit von Jürgen Kramny. Im Vergleich zu diesem Spiel hat sich die Mannschaft der Nürnberger erheblich verändert. Beim 3:1-Sieg im Frankenderby standen nur noch drei Spieler in der Startelf, die vergangene Saison gegen Arminia gewannen. Zwei Ligaspiele nach dem 0:1 beim „Club" stand Jeff Saibene zum ersten Mal in Diensten der Bielefelder an der Außenlinie. Der DSC-Coach bangt im Moment um Florian Hartherz. Der Linksverteidiger, der sich im Heimspiel gegen Heidenheim am Knie verletzt hatte, konnte auch am Mittwoch nur individuell trainieren. Die Nürnberger beweisen vor dem Spiel gegen die nur zwei Punkte hinter ihr liegenden Arminia Respekt. Trainer Michael Köllner hofft zwar, dass seine Mannschaft konstant weiter punkten kann, warnte aber im Kicker vor dem DSC: „Am Samstag gegen Bielefeld erwartet jeder einen klaren Sieg, aber das wird ein richtig dickes Brett."

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