Tor für Arminia: Manuel Prietl, Fabian Klos und Christoph Hemlein (v.l.) freuen sich über das verdiente 1:1. - © Christian Weische
Tor für Arminia: Manuel Prietl, Fabian Klos und Christoph Hemlein (v.l.) freuen sich über das verdiente 1:1. | © Christian Weische

Arminia Arminia belohnt sich gegen Heidenheim für starke Moral

Der DSC dreht nach Rückstand gegen Heidenheim auf und kommt zum verdienten 1:1-Ausgleich

Peter Burkamp

Bielefeld. Der Blick auf die Habenseite vertrieb bei Arminias Verantwortlichen die letzten Zweifel, ob das 1:1 gegen Heidenheim ein akzeptabler Abschluss der englischen Woche war. „Das ist okay. Bei zwei schweren Auswärtsspielen können wir mit vier Punkten leben", meinte Trainer Jeff Saibene. Auf einen Sieg gegen den FC und 16 Zähler hatten die DSC-Verantwortlichen gehofft, die aktuell erreichten 14 dürften immer noch deutlich über den Erwartungen liegen. „Ja ist denn heut’ schon Weihnachten", zitierte Samir Arabi lächelnd Franz Beckenbauers bekannten Werbeslogan für einen Mobilfunkanbieter. Ende vergangenen Jahres, nach 17 Spielen der Hinrunde, rangierte der DSC mit 14 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Für dieselbe Ausbeute benötigten die Arminen heuer nur acht Spiele. „Wir sind auf einem guten Weg", ordnete Arminias Sport-Geschäftsführer die Entwicklung ein. Vor dem Spiel von einem Sky-Reporter auf mögliche Aufstiegsszenarien angesprochen, hatte Arabi die aktuelle Situation schon betont sachlich und zurückhaltend eingeordnet. „Wir sollten demütig sein. Das Ziel ist es, uns weiter zu stabilisieren." Die 93 folgenden Minuten auf dem Rasen dürften Arabi bestätigt haben. Heidenheim erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner. Aufmerksam in der Deckung und auf Konter lauernd, hielt der FC dagegen und übernahm in schwächeren Phasen des DSC die Initiative. Nach einem guten Start Arminias wurde Heidenheim dominanter. „Da haben wir den Faden verloren und waren nicht mehr so präsent", bemerkte Saibene. Gerade in einer Phase, die wieder von seiner Mannschaft bestimmt wurde, sah der DSC-Trainer die Gästeführung. Wie so oft, wenn Heidenheim trifft, nach einer Standardsituation. Ex-Armine Arne Feick wuchtete den Ball per Kopf nach einer Ecke in die Maschen (59.). Was dann folgte, dürfte die Verantwortlichen und Spieler ebenso zuversichtlich und stolz stimmen, wie das aktuelle Punktekonto. Angetrieben von den eingewechselten Tom Schütz und Christoph Hemlein trotzte die ganze Mannschaft aller Müdigkeit und drängte auf den Ausgleich. „Es zeugt von einer ungeheuren Moral, dass wir nach drei Spielen in sieben Tagen so zurückgekommen sind", sagte Saibene zum Schlussspurt seines Teams. „11:0-Torschüsse und zwei, drei riesen Chancen" hatte der DSC-Trainer registriert. Und den Ausgleich. Nach einer Ecke von Tom Schütz traf Julian Börner per Kopf zum 1:1 (78.). Heidenheim hatte Mühe, das Remis zu verteidigen. „Wir waren dem 2:1 deutlich näher als Heidenheim", meinte Arabi. Unterstützt von einem sehr schwachen Schiedsrichter brachte der FC das Remis mit Hilfe von wenigen Entlastungsangriffen und vielen vorgetäuschten Verletzungen über die Zeit. Den Ärger darüber vergaß Jeff Saibene angesichts der Leistung seiner Mannschaft. „Sie mussten eine Grenze überschreiten. Das hat ihnen die zweite Luft gegeben." Angesichts des hohen Aufwands, den die Mannschaft betrieben hatte, mochte auch Julian Börner nicht hadern. „Wir haben eine tolle Moral gezeigt. Das war absolut stark."

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