Kämpferisch: Andreas Voglsammer, hier gegen Rico Benatelli, und die Arminen ließen gegen Dresden nicht locker. - © Wolfgang Rudolf
Kämpferisch: Andreas Voglsammer, hier gegen Rico Benatelli, und die Arminen ließen gegen Dresden nicht locker. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Erleichterung: Arminia raubt Dynamo effektiv die Energie

2:0-Erfolg in Dresden sorgt für Vorfreude auf das Heidenheim-Spiel

Peter Burkamp

Bielefeld. Einen Schönheitspreis wollten die Arminen in Dresden nicht gewinnen. Das war von vorn herein klar. Wer will es einer Mannschaft verdenken, wenn sie nach acht Gegentoren in zwei Spielen erst einmal die Abwehrarbeit in den Vordergrund stellt. Dieses Ziel haben die Arminen beim 2:0 in Dresden bravourös umgesetzt. „Wir haben super zusammen verteidigt. Ich kann mich nicht erinnern, dass Dresden eine hundertprozentige Chance hatte", meinte Patrick Weihrauch. Im Vergleich zum 3:4 in Darmstadt wirkten alle 14 eingesetzten Bielefelder Spieler griffiger, konzentrierter und aggressiver in der Deckung. „Wir haben gut organisiert und defensiv absolut stabil gestanden", freute sich Jeff Saibene über die Vorstellung seiner Schützlinge, die mit 130,2 Kilometern Gesamtlaufleistung einen Spieltagrekord einfuhren. Arminias Hauptaugenmerk lag auf dem Toreverhindern. Da Dresden sich deshalb so gut wie gar nicht in der Offensive entfalten konnte, rechneten viele Beobachter schon mit einem torlosen Unentschieden. „Es sah wie ein typisches 0:0 aus", meinte Saibene. Dass ausgerechnet die Kombination aus einem Befreiungsschlags Stephans Salgers, einem Fehler des Dresdners Sören Gonther und einem imponierenden Heber Andreas Voglsammers die Bielefelder Führung einleitete, mögen die Dresdner als glücklich bezeichnen. Die Gäste sahen es anders. „Ich denke, dass wir in der zweiten Halbzeit ein bisschen mehr für das Spiel gemacht, sowie zwei, drei Chancen mehr hatten und nicht unverdient gewonnen haben", sagte Jeff Saibene. Seine Spieler lauerten auch in der Schlussphase noch auf ihre Chance ohne die Deckung aufzugeben. „Wir wussten, dass wir da sein müssen, wenn Dresden einen Fehler macht", sagte Manuel Prietl mit Blick auf die Entstehung des Führungstors. Und es gelang ihnen in der Nachspielzeit noch ein zweites Mal, als Patrick Weihrauch den Ball eroberte und dem bis an den gegnerischen Strafraum aufgerückten Dresdner Keeper Marvin Schwäbe mit einem 54-Meter-Schuss keine Chance ließ. Mit dem 2:0 war der Sieg endgültig perfekt. Vor lauter Freude begruben Spieler und Trainer Saibene Weihrauch beinahe unter sich. Der war extra an der Außenlinie stehen geblieben: „Aus Rücksicht, damit die müden Kollegen nicht so weit laufen mussten." Der Mannschaft und den Verantwortlichen war anzumerken, wie wichtig der Erfolg nach zwei Niederlagen in Folge war. „Ich bin heilfroh, dass wir drei Punkte mitnehmen konnten. Das macht es vor dem Heimspiel am Samstag gegen Heidenheim etwas entspannter", sagte Stephan Salger, der in der Innenverteidigung sehr sicher agierte.

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