Zuerst am Ball: Arminias Außenverteidiger Nils Teixeira gegen Darmstadts Wilson Kamavuaka. - © Wolfgang Rudolf
Zuerst am Ball: Arminias Außenverteidiger Nils Teixeira gegen Darmstadts Wilson Kamavuaka. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Arminias Nils Teixeira freut sich auf die Rückkehr nach Dresden

Der Ex-Dresdner setzt an früherer Wirkungsstätte auf eine stabilere Defensive

Peter Burkamp

Bielefeld. Den 21. Mai 2017 wird Jeff Saibene nicht mehr vergessen. Arminia sicherte durch ein 1:1 am letzten Spieltag in Dresden den Klassenerhalt. „Das war ein großes Highlight und wird ewig in Erinnerung bleiben", sagt der DSC-Trainer. Damals stand Nils Teixeira noch in Diensten Dynamos. Am Mittwoch kehrt er als Armine an die frühere Wirkungsstätte zurück. „Es wird sicherlich einige herzliche Umarmungen geben", sagt Teixeira vor dem Auswärtsspiel in Dresden (18.30 Uhr, Liveticker auf nw.de). Mit Pfiffen von Seiten der Fans rechnet der vielseitige Defensivspieler nicht. „Mein Wechsel ist recht positiv aufgenommen worden." Teixeira war in Dresden beliebt. Und er freut sich auf die Rückkehr: „Ich bin ein bisschen aufgeregter als sonst. Die Kulisse ist einmalig. Solch eine Atmosphäre gibt es nur in ganz wenigen Stadien. Das sollte man als Fußballer, auch als Gegner, genießen." "Müssen defensiv stabiler werden" Anders als in der vergangenen Saison hätte der 27-Jährige dieses Mal nichts dagegen, wenn die Gästefans erneut Grund zum Jubeln hätten. Nach zwei Niederlagen in Folge und insgesamt acht Gegentoren formuliert Teixeira ein klares Ziel: „Wir müssen defensiv stabiler werden und den Gegner immer wieder vor Probleme stellen." Das Abwehrverhalten steht im Zuge der Vorbereitung auch bei Jeff Saibene im Fokus. Die vier Darmstädter Treffer haben aus Sicht des DSC-Trainers den guten Eindruck, den er von dem Auftritt seiner Schützlinge hatte, getrübt. „Ich will nichts schön reden, aber wenn man das Spiel ohne die Tore betrachtet, war es eines unserer besten. Das mag angesichts von vier Gegentreffern komisch klingen, war aber so", sagte Saibene. In puncto Gegenpressing, Ballbesitz und Passquote sah er seine Mannschaft absolut im grünen Bereich. „Das ganze verliert jedoch an Wert, weil wir uns für den großen Aufwand, den wir betrieben haben, nicht belohnten", ergänzt Saibene. Man müsse einen Ball auch manchmal wegschlagen, um gefährliche Situationen zu vermeiden, erklärt er in Bezug auf die hohe Zahl der Gegentore in den jüngsten Partien. Am Samstag gegen Heidenheim Gegenüber Sonntag kündigt er für das Spiel am Mittwoch Veränderungen in der Startelf an. „Das hat aber nichts mit dem Auftritt in Darmstadt zu tun. Ich hatte der Mannschaft schon vorher mitgeteilt, dass wir in der englischen Woche ein wenig rotieren werden." Schon am Samstag steht für die Arminen mit dem Heimauftritt gegen Heidenheim das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen auf dem Programm. Auf welchen Positionen er frische Kräfte bringen wolle, verriet der DSC-Coach nicht. Als erste Kandidaten gelten für das Mittelfeld Tom Schütz, in der Abwehr Stephan Salger und in der Offensive Keanu Staude. Mentale Aufbauarbeit habe er nach der Enttäuschung in Darmstadt nicht leisten müssen, verriet Saibene. „Es hat keinen Knacks gegeben. Wichtig war, dass die Mannschaft nach dem Duisburg-Spiel eine Reaktion gezeigt hat. Das hat sie getan", strahlt der Trainer Zuversicht aus.

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