Arminia Bielefeld Laufbereitschaft ist ein Erfolgsfaktor

Neuzugang Weihrauch erfüllt Saibenes Anforderungen vom schnellen Umschaltspiel und effektiven Gegenpressing. Heute ab 13 Uhr im Heimspiel gegen Duisburg sollten seine Qualitäten wieder gefragt sein

Jörg Fritz

Bielefeld. „Wir fahren nicht nach Bielefeld, um Kaffee zu trinken. Wir wollen dort punkten.“ Ilia Gruev, Trainer des MSV Duisburg, hat klare Vorstellungen, wie er den heutigen Tag in Ostwestfalen (Anstoß 13 Uhr in der Schüco-Arena) verbringen möchte. Sein Bielefelder Kollege Jeff Saibene hat zwangsläufig andere Vorstellungen, wie sich der fünfte Spieltag aus Sicht des Tabellendritten Arminia Bielefeld entwickeln wird. Die saisonübergreifend seit neun Meisterschaftsspielen ungeschlagenen Arminen wollen ihre Erfolgsserie verteidigen „und sich oben festsetzen“, wie Saibene seine Wunschvorstellung formuliert. Der Trainer aus Luxemburg hält trotz drei Siegen und eines Unentschiedens weiteres Steigerungspotenzial bei seinen Spielern für durchaus realistisch. „Wir werden noch besser“, sagt der Fußballlehrer. Noch schnelleres Umschaltspiel und effektiveres Gegenpressing werden beispielsweise von ihm gefordert. Wichtigstes Element bei der Umsetzung dieser Fußball-Philosophie ist eine hohe Laufbereitschaft. In diesem Bereich sind die DSC-Profis bereits jetzt schon spitze. Mit 482,7 Kilometern in den bisher ausgetragen vier Spielen haben die DSC-Profis die meisten Wege aller Klubs der 2. Bundesliga abgespult. Konstantin Kerschbaumer und Manuel Prietl weisen mit jeweils 49 absolvierten Kilometern ligaweit den zweit- und dritthöchsten Laufwert hinter Dresdens Rico Benatelli auf. "Mir fehlte am Anfang die Spritzigkeit" Patrick Weihrauch, Neuverpflichtung aus Würzburg, ist einer der Arminen, der zu den Tempomachern des Zweitligisten gehört. Der 23-Jährige hat die Startschwierigkeiten („Mir fehlte die Spritzigkeit“) überwunden und stand in den beiden letzten Meisterschaftsspielen gegen Bochum und in Berlin in der Startelf. Weihrauch sieht Arminia gegen den MSV Duisburg nicht zwingend in der Favoritenrolle. Dafür sei die „Liga zu ausgeglichen, betont Weihrauch. Saibene, der wieder auf Julian Börner und Tom Schütz zurückgreifen kann, beschreibt die Zebras als „physisch sehr stabile Kontermannschaft. Gerade bei langen Bällen auf ihre guten Außenbahnspieler müssen wir auf der Hut sein.“ Andererseits hat der MSV Duisburg in den Spielen gegen Dresden und Darmstadt durch zwei späte Gegentore bereits zwei Punkte verschenkt. Sollte es heute erneut zu Konzentrationsschwächen kommen, dürfte MSV-Trainer Ilia Gruev der Kaffee nach dem Abpfiff sicherlich nicht schmecken.

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