Markus Rejek übernimmt als neuer Geschäftsführer beim DSC Arminia Bielefeld die Bereiche Marketing/Vertrieb und Finanzen. - © picture alliance / Sven Simon
Markus Rejek übernimmt als neuer Geschäftsführer beim DSC Arminia Bielefeld die Bereiche Marketing/Vertrieb und Finanzen. | © picture alliance / Sven Simon

Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld stellt Geschäftsführung neu auf: Markus Rejek kommt

Rejek war unter anderem als Geschäftsführer des TSV 1860 München tätig

Jörg Fritz

Bielefeld. Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld hat einen dicken Fisch geangelt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am vergangenen Montag beschlossen, die Geschäftsführung innerhalb der Arminia-Gruppe zum 1. Oktober neu aufzustellen. In der für den Lizenzspielerbereich verantwortlichen DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA übernimmt als neuer Geschäftsführer Markus Rejek die Bereiche Marketing/Vertrieb und Finanzen. Der 49 Jahre alte gebürtige Mülheimer wird die KGaA zusammen mit Samir Arabi leiten, der weiterhin als Geschäftsführer den sportlichen Teil verantwortet. Gerrit Meinke wird zukünftig als alleiniger Geschäftsführer die wirtschaftlichen und personellen Belange der Stadiongesellschaft ALM GmbH & Co. KG verwalten. Das mit der Stadionausgliederung verbundene Ziel der effizienten Koexistenz zweier Gesellschaften mit unterschiedlichen Geschäftszielen und Eigentümerstrukturen werde durch die Neugliederung wieder stärker in den Fokus gerückt, hieß es in einer Presseerklärung. Laufer: Meinke nicht degradiert Markus Rejek zu seinem neuen Job: „Neben den sportlichen Zielen wird der Fokus weiter auf der wirtschaftlichen Konsolidierung liegen. Die Mannschaft macht aktuell vor, wie es gehen kann: hartnäckig, kämpferisch und mit viel Freude!" Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer zur Neuverpflichtung in der Verwaltung: „Um Arminia in erfolgreiches Fahrwasser zu bringen, ist es zwingend notwendig, die KGaA sowie die Alm KG von jeweils unabhängigen Geschäftsführern leiten zu lassen. Aus diesem Grund wird Markus Rejek die kaufmännische Verantwortung bei der KGaA übernehmen und Gerrit Meinke in der ALM KG." Laufer betont, dass Gerrit Meinke nicht degradiert wurde. „Bei den Gesprächen mit Markus Rejek haben wir ihn im Boot gehabt. Wir brauchen beide." Markus Rejek ist ein Kind des Ruhrgebiets, der zuletzt vom 1. Februar 2014 bis zum 30. Juli 2016 als kaufmännischer Geschäftsführer beim TSV 1860 München tätig war. Wie viele andere scheiterte auch Rejek an den Vorstellungen des jordanischen Investors Hasan Ismaik, der mit der Arbeit seines Geschäftsführers nicht mehr einverstanden war und sich von dem Mülheimer trennte. "Echte Liebe" für den BVB erfunden Rejeks euphorische Antrittsrede bei den Löwen („1860 hat aufgrund seiner Historie mehr Sex als die Bayern") erwies sich schnell als Irrtum. Vor seinem Gastspiel beim Münchner Skandalklub war Rejek 14 Jahre lang bei Borussia Dortmund als Marketingleiter angestellt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wusste nur Gutes über seinen Mitarbeiter zu berichten. „Er hat beim BVB eine Handschrift hinterlassen." Da es für Rejek beim BVB keine weiteren Aufstiegsmöglichkeiten gab, ließ er sich von einem Headhunter zum Wechsel nach München überreden. Bekannt wurde der Sportbusiness-Profi beim BVB durch zwei prägende Markeneinführungen. Der künftige Arminen-Geschäftsführer erfand den Begriff „Echte Liebe" für den BVB und soll dem früheren Coach Jürgen Klopp dessen Pöhler-Mütze auf dem Kopf platziert haben.

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