Treffer: Der Bielefelder Christoph Hemlein (M.) versucht, noch an den Ball zu kommen, aber Julian Börner (l.) trifft am 27. Spieltag der vergangenen Saison gegen den Düsseldorfer Michael Rensing zum 1:0. FOTO: CHRISTIAN WEISCHE - © Christian Weische
Treffer: Der Bielefelder Christoph Hemlein (M.) versucht, noch an den Ball zu kommen, aber Julian Börner (l.) trifft am 27. Spieltag der vergangenen Saison gegen den Düsseldorfer Michael Rensing zum 1:0. FOTO: CHRISTIAN WEISCHE | © Christian Weische

Arminia Saibene: Zweikämpfe werden Arminias Pokalspiel erneut entscheiden

Die Wahl zwischen Dick und Teixeira auf der rechten Abwehrseite ist für den Trainer ein Luxusproblem

Jörg Fritz

Bielefeld. Die gute Nachricht zuerst. Die Schüco-Arena wird am Samstag um 18.30 Uhr gut besetzt sein, wenn Arminia Bielefeld im Erstrundenspiel des DFB-Pokals auf den Ligarivalen Fortuna Düsseldorf trifft. Pressesprecher Tim Santen rechnet mit 20.000 Zuschauern, die durch ihren Besuch die zuletzt guten Leistungen in der Meisterschaft mit sechs Punkten aus zwei Spielen honorieren. Diese neue Qualität macht neugierig. „Fortuna Düsseldorf ist ein Gegner auf Augenhöhe und daher ein guter Gratmesser, wo wir uns sportlich befinden", meint Arminias Trainer Jeff Saibene zur Pokalhürde, die es zu überspringen gilt. Natürlich hat Saibene mittlerweile Kenntnis davon erhalten, dass Arminia mit drei Halbfinalteilnahmen in diesem Wettbewerb auf eine illustre Pokalvergangenheit verweisen kann. Seine eigene Pokalgeschichte kann sich aber auch sehen lassen. „Mit St. Gallen stand ich einmal im Halbfinale gegen den FC Basel. Hinzu kommen einige Viertelfinalspiele." Am Samstag steht aber erst einmal der erwünschte Einzug in die zweite Runde auf dem Programm. Zwecks Umsetzung dieses Ziels besinnt sich Saibene auf ein Erfolgsrezept aus alten Fußball-Lehrbüchern. „Die Mannschaft, die die meisten Zweikämpfe gewinnt, verlässt meistens als Sieger den Platz." Mit einer Zweikampfquote von 62 Prozent stellte Arminia am zweiten Spieltag beim 2:1-Sieg in Fürth den besten Wert aller 18 Zweitligisten in dieser Kategorie auf. "Wir müssen effizienter werden" Allerdings sah Saibene in Fürth auch einige Schwächen, die es gegen Düsseldorf abzustellen gilt. „Wir haben 20 Minuten lang den Faden verloren und gerieten unter Druck. Statt unsere Führung auf 3:0 zu erhöhen, kassierten wir den Anschlusstreffer zum 1:2. In diesen Phasen müssen wir effizienter werden." Personell verzichtet Saibene gegen Düsseldorf auf Experimente. Einen Torwarttausch, der von einigen Trainerkollegen in Pokalspielen häufig vorgenommen wird, hat der Luxemburger nicht geplant. Personell kann Saibene auch wieder auf Rechtsverteidiger Nils Teixeira zurückgreifen, dessen Meisterschaftssperre im DFB-Pokal nicht gilt. Da Florian Dick in Fürth auf der rechten Abwehrseite eine gute Leistung zeigte, hat Saibene ein Luxusproblem. „Ich habe mich noch nicht entschieden", meint der Trainer. „Es ist schade, dass einer von ihnen nicht spielen darf." Nils Quaschner verletzt Nicht zum Kader gehören am Samstag Christopher Nöthe (Reha nach Kreuzbandriss), Tom Schütz (Pause bis nach dem Bochum-Spiel wegen seiner Achillessehnenprobleme) sowie Stürmer-Neuverpflichtung Nils Quaschner, der wegen Knieproblemen eine dreiwöchige Zwangspause einlegen muss. Ein Kaderkandidat könnte Sören Brandy sein, der sich nach seinen muskulären Problemen in aufsteigender Form befindet, sich positiv beim Spiel der Bielefelder U 23 gegen den SC Verl II einbrachte und beim 5:0-Sieg einen Treffer erzielte. Saibene: „Sören zeigt in einer schwierigen Situation eine gute Einstellung."

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