Zuversichtlich: Sport-Chef Samir Arabi. FOTO: WEISCHE - © Christian Weische
Zuversichtlich: Sport-Chef Samir Arabi. FOTO: WEISCHE | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia: Arabi lässt sich von guten Testspielen nicht blenden

Der Sport-Geschäftsführer blickt mit großem Interesse auf die weitere Entwicklung von Klos. Mit Spannung wird Saibenes Entscheidung bei der Kapitänsfrage erwartet

Jörg Fritz

Bielefeld. Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld biegt in die Zielgerade ein. Vor dem Saisonstart am Samstag, 29. Juli, gegen Aufsteiger Jahn Regensburg (Schüco-Arena, 15.30 Uhr) hat Trainer Jeff Saibene noch zwei Möglichkeiten, die Startelf für den Saisonstart zu finden. Am Dienstag gastiert der DSC beim Regionalligisten Wuppertaler SV (19 Uhr). Am Freitag erfolgt dann um 19 Uhr in der Schüco-Arena der letzte Härtetest gegen den englischen Zweitligisten Norwich City, der von Daniel Farke trainiert wird. Während seiner Fußballlehrerausbildung absolvierte Farke ein Praktikum bei Arminia Bielefeld. Arminias Trainer Jeff Saibene ist mit dem Stand der Vorbereitung sehr zufrieden. „Die neuen Spieler sind voll integriert. Ich habe den Eindruck, als wenn sie schon Monate bei uns wären." Äußerst positive Eindrücke nahm auch Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi während des Trainingslagers im österreichischen Kaprun zur Kenntnis. „Es herrschte eine gute Atmosphäre, in der es nicht zu locker, aber sehr konzentriert zur Sache ging." "Für Testresultate können wir uns nichts kaufen" Arabi („Zum Glück sind wir ohne Verletzung rausgekommen") will die bisherigen guten Ergebnisse in den Testspielen nicht überbewerten. Vier Siege und eine Niederlage bei einer Tordifferenz von 29:2 verwässern Arabi nicht den Blick für die Realität. „Für diese Testresultate können wir uns nichts kaufen. Wir können lediglich Eindrücke sammeln." Angetan von der Leistungsstärke seiner Mannschaft zeigte sich Arabi vor allem vom Auftritt in der ersten Halbzeit gegen Rubin Kasan, als schon nach 32 Minuten der 4:0-Sieg gegen die russische Spitzenmannschaft feststand. Dass Testergebnisse häufig nur Makulatur sind, wurde zu Beginn der vergangenen Spielzeit deutlich. Unter dem damaligen Coach Rüdiger Rehm erzielte Arminia in der Vorbereitung sieben Siege und eine Niederlage bei einer Tordifferenz von 57:5. Diese Zahlen weckten Hoffnungen, die jedoch unerfüllt blieben. Nach zehn sieglosen Meisterschaftsspielen musste Rehm seine Koffer packen. „Wir sind jetzt in der Lage, Qualität während des Spiels einzuwechseln" Samir Arabi ist überzeugt, dass sich in der neuen Spielzeit ein vergleichbarer Negativlauf nicht wiederholt. „Durch unsere sechs externen Neuverpflichtungen haben wir uns verbessert und sind jetzt in der Lage, Qualität während des Spiels einzuwechseln." Transferfenster endet am 31. August Die positive Entwicklung von Fabian Klos hat auch der Sport-Geschäftsführer wohlwollend zur Kenntnis genommen. „Es wird sich zeigen, wie Fabian sich entwickelt. Wir kennen seine Fähigkeiten." Gleichwohl erklärt Arabi, dass bei einem Schuldenstand von mehr als 20 Millionen Euro niemand unverkäuflich sei. „Es ist alles eine Frage der Ablösesumme." Klos hatte unter Saibene seinen Stammplatz im Sturm verloren und kam in sieben von neun Spielen unter der Regie des Luxemburgers nur als Joker zum Einsatz, was seine Unzufriedenheit verstärkte. Mit Spannung wird daher Saibenes Entscheidung bei der Kapitänsfrage erwartet. Bisher hat Klos dieses Amt ausgeübt. Ein heißer Kandidat ist auch Julian Börner. David Ulm, der in den Plänen von Jeff Saibene keine Rolle mehr spielt, erhält weiterhin die Möglichkeit, am Training der Profis teilzunehmen. Ulm, besitzt in Bielefeld noch einen Vertrag bis 2018. Interessenten haben sich bei Arabi noch nicht gemeldet. Das Transferfenster endet jedoch erst am 31. August.

realisiert durch evolver group