Am 22. Juli steigt das zwischen Persepolis Teheran und Esteghlal Teheran in der Schüco Arena. - © Sandra Sanchez
Am 22. Juli steigt das zwischen Persepolis Teheran und Esteghlal Teheran in der Schüco Arena. | © Sandra Sanchez

Bielefeld Iranisches Hauptstadt-Derby steigt in Bielefeld

Persepolis gegen Esteghlal Teheran am 22. Juli / Ali Daei und Karim bagheri vor Ort

Marc Schröder

Bielefeld. Ein echtes Novum für die Bielefelder Schüco Arena, das Teheraner Stadtderby zwischen Persepolis und Esteghlal wird am 22. Juli dort ausgetragen. In einem Freundschaftsspiel werden die beiden Stadrivalen ihr Derby erstmals im Ausland spielen. Rot gegen Blau, Persepolis gegen Esteghlal – so lautet das größte Fussball-Derby im Iran. Egal ob zur Zeit des Schah oder der islamischen Republik, dieses Spiel ist der sportliche Höhepunkt in der iranischen Hauptstadt. 84 mal trafen die Teams bisher aufeinander, Esteghlal gewann 25 Spiele, während Persepolis 20 mal gewann, bei den erzielten Toren liegen die Roten von Persepolis mit zwei Treffern knapp vorn. Das 85. Duell der beiden iranischen Traditionsmannschaften wird erstmals im Auslan stattfinden. Der auserkorene Spielort dafür ist die Bielefelder Schüco Arena. Keine ungewöhnliche Wahl, denn für die heimische Arminia liefen in den Neunzigern die ersten iranischen Profis in der Bundesliga auf. Iraner und Arminia Mit dem einstigen Welttorjäger Ali Daei und Karim Bagheri nahm der DSC im Jahr1997 gleich zwei Iraner für die Bundesligasaison 1997/98 unter Vertrag. Daeis Offensivqualitäten sorgten trotz das Arminia-Abstiegs für viel Aufsehen und er wechselte nach der Saison zum FC Bayern München. Bagheri hingegen blieb bis zum Jahr 2000 und half mit den Wiederaufstieg in die Bundesliga zu erreichen. Beide Spieler haben Verbindungen zum iranischen Traditionsderby. So waren sie in ihrer Karriere für Persepolis als Spieler und Trainer aktiv. Karim Bagheri ist aktuell beim Stadrivalen Esteghlal als Assitstenztrainer tätig. Er kommt somit auf jeden Fall mit nach Bielefeld. Er erzielte im Jahr 2010 sogar mit einem Fernschuss-Kracher ein Tor im traditionsreichen Derby, hier im Video: Die veranstaltende Agentur kündigt zudem an, dass auch Ali Daei für ein Wiedersehen mit nach Deutschland kommen wird. "Einigen Ex-Arminen sind regelmäßiger in der Stadt, aber Ali Daei und Karim Bagheri haben wir schon längere Zeit nicht mehr hier begrüßen dürfen. Darauf freuen wir uns natürlich zusätzlich", sagt Arminias Pressesprecher Tim Santen. "Hoorray Hooray, wir haben Ali Daei" erklang einer der Schlachtrufe für den Arminia Stürmer. Nicht zuletzt wegen seiner Kopfballstärke sorgte er für Arminia-Tore. Arminia ist Co-Organisator des Teheran-Derbys Für die Organisation des Teheran-Derbys in Deutschland zeichnet die Agentur Sporte Sports Management verantwortlich. Arminia Bielefeld agiert als lokaler Co-Organisator und stellt neben dem Stadion auch die Organisation der Netzwerkpartner, Veranstaltungsanmeldung oder die Ticketing-Abwicklung zur Verfügung. Dafür kann Arminia jedoch auch auf einen Teil der erzielten Einnahmen hoffen. Erwartet werden zwischen 5.000 und 8.000 Zuschauer. Damit das Freundschaftsspiel am 22. Juli, um 19.30 Uhr angepfiffen werden kann, dafür bedurfte es einer Sondergenehmigung des Deutschen Fussball Bundes (DFB). Damit diese zustande kam, dafür sorgte auch die Unterstützung der Deutschen Botschaft im Iran und der iranische Fussballverband. Dieser möchte den iranische Fussball und die damit verbundene Kultur auch international präsentieren.

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