Treffsicher: Andraz Sporar kann's auch artistisch. - © Christian Weische
Treffsicher: Andraz Sporar kann's auch artistisch. | © Christian Weische

Arminia Sporar wandelt bei Arminia auf Yabos Spuren

Nach einer Verletzungspause sucht das slowenische Stürmer-Talent Praxis beim DSC / Der Spieler und sein neuer Klub können vom Ausleihgeschäft profitieren

Peter Burkamp

Kaprun. Wenn Andraz Sporar während des Trainings auf dem Kapruner Sportplatz die Flanken von der Seite volley in die Maschen wuchtet, ahnt man, warum der FC Basel für ihn im Winter 2015/16 kolportierte 3,3 Millionen Euro an den slowenischen Erstligisten NK Olimpija Ljubljana überwiesen hat. Sporar galt als großes Sturmtalent. In der Hinrunde der Saison 2015 avancierte er in seiner Geburtsstadt schon als 21-Jähriger zum Kapitän und erzielte in 18 Spielen 17 Tore. „Wir haben ihn während seiner Zeit in Slowenien mehrfach beobachtet. Umso mehr freuen wir uns, dass er jetzt bei uns ist", sagt Samir Arabi. Arminias Sport-Geschäftsführer und Trainer Jeff Saibene sind überzeugt von den Qualitäten Sporars. „Er ist ein dynamischer, technisch starker und torgefährlicher Spieler, der uns zusätzliche Möglichkeiten im Angriffsspiel ermöglicht", sagt Arabi. Dass Sporar überhaupt zu Arminia gewechselt ist, hat einen ähnlichen Hintergrund wie vor einigen Monaten bei Reinhold Yabo. „Ich möchte unbedingt wieder regelmäßig spielen" Eine Verletzung mit anschließender Operation hatte den Stürmer zurückgeworfen. Das erschwerte es ihm zusätzlich, sich gegen namhafte Konkurrenten in Basel durchzusetzen, zumal der Schweizer Meister nur mit einer zentralen Spitze agiert. „Ich möchte unbedingt wieder regelmäßig spielen", betont Sporar. In Bielefeld sieht er die Chance. Obwohl er auch andere Optionen im Ausland gehabt hat, entschied er sich für Arminia. „Der Trainer war der Hauptgrund", sagt Sporar. Jeff Saibene habe ihn überzeugt: „Er glaubt an mich und ich habe Vertrauen zu ihm." Mitte der Vorbereitung sieht sich Saibene bestätigt. „Auch wenn er noch nicht so viele Tore geschossen hat, bin ich sicher, dass Andraz uns weiterhelfen wird", sagte der DSC-Trainer. In den ersten zwei Wochen in seinem neuen Umfeld wirkt Sporar schon gut integriert. Er selbst spricht sehr positiv über Arminia und hat offenbar nicht mit der Qualität des heimischen Zweitligisten gerechnet. „Wir haben hier gute Fußballer. Das habe ich so nicht erwartet." Die ersten Eindrücke verleiteten Sporar schon zu der Aussage, „dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden". Der 23-Jährige, der noch einen Vertag bis 2020 in Basel besitzt, hofft über Einsätze und gute Leistungen regelmäßig in die slowenische Nationalmannschaft berufen zu werden. Ende 2016 hatte er seine ersten beiden Einsätze in der A-Mannschaft, nachdem er 17 mal für die U 21 seines Landes aufgelaufen war. International war er auch schon für den FC Basel unterwegs. In der Gruppenphase der Champions League kam er vier Mal zum Einsatz. Sein letzter Trainer in Basel, Urs Fischer, mochte Sporar nicht nur an Toren messen, sondern lobte dessen Spielweise, wie er in die Tiefe gehe und Räume für seine Mitspieler schaffe. Die DSC-Fans dürfen gespannt sein, wie sich der Neue gegen die interne Konkurrenz durchsetzt und in der Liga schlägt.

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