Dialog mit Spielern: Gerhard Weber (l.) und Aufsichtsratschef Hartmut Ostrowski sprechen mit Manuel Hornig. - © Christian Weische
Dialog mit Spielern: Gerhard Weber (l.) und Aufsichtsratschef Hartmut Ostrowski sprechen mit Manuel Hornig. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Gerhard Weber hilft Arminia erneut finanziell aus der Patsche

Haller Modeunternehmer und einige seiner Freunde schaffen die finanziellen Voraussetzungen für den Erwerb der Zweitligalizenz

Jörg Fritz

Bielefeld. Auf dem Weg zur Zweitligalizenz hat Arminia Bielefeld erneut fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Modeunternehmer Gerhard Weber und einige befreundete Unternehmer haben die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der DSC von der Deutschen Fußballliga (DFL) grünes Licht für die Saison 2017/18 erhielt. „Der Verein muss künftig konsequent sparen. Dafür werde ich sorgen", sagte Gerhard Weber, der sich zu weiteren Einzelheiten nicht äußern wollte. „Ohne Hilfe von außen wäre es sehr schwer geworden", räumte derweil Arminias Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke gewisse Probleme ein. Nach dieser erneuten Anschubhilfe aus Halle erscheinen auch einige Entscheidungen der vergangenen Wochen bezüglich der neuen Saison nachvollziehbarer. Arminia Bielefeld hat sich in der vergangenen Spielzeit finanziell (zwei Trainertrennungen, verfehlter Zuschauerschnitt) verhoben. Deshalb wird der Etat trotz zu erwartender TV-Mehreinnahmen von mehr als einer Million Euro auf 8,7 Millionen Euro gesenkt. Gleichwohl wurden die Eintrittspreise leicht angehoben. In dieses Sparpaket passen auch Äußerungen von Trainer Jeff Saibene, der den zuletzt aufgeblähten Kader von 29 Profis für die neue Spielzeit reduzieren will und muss und statt dessen ein 24er-Aufgebot favorisiert. In Sachen Neuverpflichtungen setzt der gebürtige Luxemburger auf vier talentierte Nachwuchsspieler, die weniger kosten, um das Gehaltsgefüge in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Geschäftsführer Gerrit Meinke: „Wir bleiben entspannt und werden eine wettbewerbsfähige Mannschaft stellen." Arminia Bielefeld weist Verbindlichkeiten in Höhe von 22,4 Millionen Euro auf.

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