Manuel Hornig - hier im Trainingslager in Benidorm - bleibt Arminia erhalten. - © Christian Weische
Manuel Hornig - hier im Trainingslager in Benidorm - bleibt Arminia erhalten. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Manuel Hornig bleibt den Arminen erhalten

Nach Beendigung seiner Laufbahn wird der Ex-Kapitän innerhalb des Klubs eingebunden. Gespräche über eine langfristige Zusammenarbeit haben stattgefunden. Davari wechselt nach Duisburg

Jörg Fritz

Bielefeld. Der Abschied von Manuel Hornig, dessen Vertrag beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld am 30. Juni endet, entwickelte sich vor fast vier Wochen mit dem Remis in Dresden und der damit verbundenen Rettung in der 2. Bundesliga noch einmal zu einem echten Highlight für den 34 Jahre alten Innenverteidiger. „Das war in Dresden ein echtes Herzschlagfinale", sagt Hornig, der auf sechs bewegte Jahre in Bielefeld zurückblicken kann. „Es war nie langweilig. Es ging fast immer spannend zu. Die Ausnahme war vielleicht die Zweitligaaufstiegssaison 2015/16 unter Norbert Meier, als wir keine Abstiegsprobleme hatten", schildert er seine Eindrücke. Hornig, der seit 2011 das Trikot der Ostwestfalen trug, 109 Spiele bestritt und sieben Tore erzielte, gehörte in der gerade abgelaufenen Saison nicht mehr zur Stammformation der Arminen, da er aufgrund von zahlreichen Verletzungen immer wieder Rückschläge einstecken musste und somit den Anschluss verpasste. "Fußball ist meine größte Leidenschaft" Persönlich spricht er von „drei tollen Jahren", ehe er nach einem am 16. März 2014 in Sandhausen erlittenen Kreuzbandriss ein komplettes Jahr aussetzen musste. „Ich habe sowohl gute als auch schlechte Zeiten bei Arminia erlebt", erzählt der Routinier. Aufgeben ist ein Fremdwort für den Blondschopf, der auch nach weiteren Rückschlägen aufgrund von Verletzungen nie den Kopf in den Sand steckte und sich immer wieder im Training heranarbeitete. „Fußball ist meine größte Leidenschaft. Ohne ihn würde mir etwas im Leben fehlen", beschreibt der zweifache Familienvater seine Philosophie. In der abgelaufenen Saison 2016/17 brachte es der ehemalige Kapitän bei zwei Kurzeinsätzen nur auf eine Spielzeit von insgesamt neun Minuten. Für den Pädagogen (Sport und Geographie), dem nur das Referendariat fehlt, ist das Kapitel Arminia damit aber noch nicht beendet. Hornig bleibt dem DSC Arminia Bielefeld erhalten. „Der Klub ist auf mich zugekommen. Ich soll in die Vereinsarbeit eingebunden werden", berichtet Hornig von seinen Zukunftsplänen, die langfristiger Art sein sollen. Als Co-Trainer einer Jugendmannschaft erste Erfahrungen sammeln Sollte seine Sprunggelenkverletzung, die ihn derzeit ärgert, zeitnah abgeklungen sein, soll Hornig als Führungsspieler in der U 23 der Arminen tätig werden und gleichzeitig als Co-Trainer einer Jugendmannschaft seine ersten Erfahrungen als Coach sammeln. Die DFB-Elite-Jugendlizenz hat Manuel Hornig bereits erworben, so dass er auch in diesem Bereich ein Wort mitreden kann. „Als nächsten Schritt mache ich die Trainer A-Lizenz", sagt der Pfälzer. Sollte die Sprunggelenkverletzung ihm allerdings zu große Probleme bereiten, dass sich ein Einsatz in der Oberligamannschaft der Arminen als unmöglich erweist, könnte Hornig, so Plan B, neben seiner Tätigkeit im Jugendbereich sein Referendariat antreten. Hornig: „Der nächste Einstellungstermin ist der 1. Mai 2018." Für die Zukunft sieht Hornig nicht schwarz: „Unter Trainer Jeff Saibene haben wir einen Schritt nach vorne gemacht."

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