Aufmerksamer Zuhörer: Jeff Saibene (r.) instruiert Andreas Voglsammer. Der Angreifer ist bei ihm gesetzt. - © Christian Weische
Aufmerksamer Zuhörer: Jeff Saibene (r.) instruiert Andreas Voglsammer. Der Angreifer ist bei ihm gesetzt. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminias Trainer Saibene peilt nächsten Dreier an

Das gewonnene Selbstvertrauen soll bei der letzten Aufgabe in Dresden helfen

Peter Burkamp

Bielefeld. Wenn es danach geht, wie viel Optimismus Trainer Jeff Saibene und Angreifer Christoph Hemlein vor dem Saisonfinale von Arminia Bielefeld in Dresden (Sonntag, 15.30 Uhr, Liveticker auf nw.de) ausstrahlen, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Saibene ist – wie schon vor dem Spiel gegen Braunschweig – davon überzeugt, „dass wir es schaffen werden". Braunschweig war das erste Endspiel. „Dresden ist das zweite. Bis Mittwoch haben wir uns über den 6:0-Sieg gefreut, seitdem sind wir ganz auf das Spiel bei Dynamo fokussiert, und am Sonntag fangen wir wieder bei Null an", sagt der DSC-Trainer. Bei Null? Was die Tore angeht, ja. Nicht jedoch in Bezug auf das Selbstvertrauen, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen und insbesondere gegen die Eintracht gesammelt hat. „Die Art und Weise, wie wir gegen Braunschweig aufgetreten sind, gibt uns natürlich Zuversicht." "Mutig und organisiert auftreten" Aus diesem Grund sieht Saibene auch keine Veranlassung, die Vorbereitung zu ändern. An den eigenen Fehlern arbeiten, dazu die Tabelle sowie sämtliche Rechenspiele ausblenden, lautet das Erfolgsrezept: „Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren, damit sind wir zuletzt gut gefahren." Ein Mal noch gewinnen. Noch einmal „mutig und organisiert auftreten. Letzten Sonntag hatten wir den Höhepunkt. Diese Leistung müssen wir in Dresden noch einmal abrufen", fordert Saibene. Christoph Hemlein, der am Freitag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, schöpft positive Energie aus der Tatsache, „dass wir am Sonntag aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen können. Wenn mich einer vor zehn Tagen gefragt hätte, hätte ich gesagt: Relegation wäre Top." Doch jetzt geht es um mehr. Nun sei die Mannschaft in der Lage, „eine Katastrophensaison doch noch gut abzuschließen. Und wenn wir nur annähernd die Leistung aus den Vorwochen abrufen, gehen wir als Sieger vom Platz", sagt Hemlein voller Überzeugung. 27.000 Dynamo-Fans Vor der Kulisse mit etwa 27.000 Dynamo-Fans, die ihre Mannschaft zum Abschluss der Saison zu einem Sieg über ungeliebte Bielefelder schreien wollen, ist Hemlein nicht bang. „Für solche Spiele sind wir doch Fußballprofi geworden." Die Stimmung von den Rängen, egal ob daheim oder auswärts, habe die Mannschaft immer positiv beeinflusst, meint Hemlein. Und sollte Arminia bei Dynamo das Heft des Handelns in die Hand nehmen, könne die Stimmung der heimischen Fans auch schnell umschwenken. Bei allem Optimismus, der aus den Erfolgen der vergangenen Wochen rührt, weiß der 26-Jährige aber auch, dass Dresden das letzte Spiel nicht abschenken wird: „Es wird noch mal ein ganz hartes Stück Arbeit für uns werden." Angesichts der überragenden Vorstellung gegen Braunschweig, die acht Arminen eine Berufung in die Elf des Tages beim Kicker eingebracht hatte, wird es kaum personelle Änderungen geben. Für Florian Dick wird Michael Görlitz als rechter Verteidiger auflaufen. Das hat Saibene bekannt gegeben. Da Brian Behrendt nach abgesessener Sperre wieder einsatzbereit ist, steht der DSC-Trainer vor „einem Luxusproblem und einer harten Entscheidung". Ob er Behrendt in der Innenverteidigung für Stephan Salger bringt, ließ der Trainer offen.

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