Vor dem Comeback: Wie im Pokal möchte Dresdens Stürmer Pascal Testroet (r.) gegen seinen Ex-Klub aus Bielefeld, hier mit Michael Görlitz (l.) und Tomasz Holota, auflaufen.  - © Christian Weische
Vor dem Comeback: Wie im Pokal möchte Dresdens Stürmer Pascal Testroet (r.) gegen seinen Ex-Klub aus Bielefeld, hier mit Michael Görlitz (l.) und Tomasz Holota, auflaufen.  | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Ex-Armine Testroet glaubt an Bielefelder Ligaerhalt

Stürmer setzt auf Siege von Heidenheim, Stuttgart und Dresden

Peter Burkamp

Bielefeld. Pascal Testroet scharrt mit den Füßen. Seit vergangenem Samstag trainiert er wieder mit der Mannschaft. Am Sonntag kommt sein Ex-Klub Arminia Bielefeld nach Dresden, und „Paco" möchte unbedingt spielen. „Ich hoffe natürlich, dass mich der Trainer aufstellt." Die Chancen stehen nicht schlecht, da Stürmer Stefan Kutschke ausfällt und Testroet exakt diese Position einnehmen könnte. Er fühle sich fit, konditionelle Rückstände habe der mehrwöchige Ausfall wegen eines Muskelfaserrisses nicht verursacht. „Ich habe etwas länger Pause gemacht, in der Reha sehr gut gearbeitet und überhaupt keine Beschwerden mehr." Absolviert Testroet die Trainingswoche bis zum Sonntag ohne Probleme, dürfte ihn Trainer Uwe Neuhaus zumindest in den Kader berufen. Kontakte zu Hemlein, Schuppan und Börner Testroet macht keinen Hehl daraus, dass die Begegnung mit Bielefeld für ihn etwas Besonderes ist. „Ich schaue immer, wie Arminia abgeschnitten hat. Der Verein liegt mir durchaus noch am Herzen." Mit Christoph Hemlein schreibe er sich regelmäßig. Auch zu Sebastian Schuppan (ein Ex-Dresdner) und zu Julian Börner pflegt er Kontakte. Deshalb hat es ihn auch gefreut, dass Arminia am vergangenen Wochenende Würzburg überholen konnte. Testroet wünscht dem DSC den Klassenerhalt. „Ich denke, dass Heidenheim und Stuttgart gewinnen. Dann wird es schon klappen." Mit Geschenken aus Dresden dürfe jedoch kein Armine rechnen. „Wir wollen uns mit einem Sieg aus der Saison verabschieden." Dresden spielt starke Saison Außerdem sei da noch die Sache mit dem letzten Spiel der Saison 2013/14, als Arminia die Dresdner in die Drittklassigkeit schoss und sich selbst in die Relegation rettete. „Es sind zwar nicht mehr viele Spieler von damals im Klub, aber die Fans haben das nicht vergessen. Die Niederlage und der Abstieg waren sehr bittere Momente für Dynamo", sagt Testroet. Ligarückkehrer Dresden spielt eine starke Zweitligasaison. Testroet hatte mit 18 Toren in 30 Spielen großen Anteil am Aufstieg. Der Wechsel nach Dresden war für ihn in erster Linie eine gute Entscheidung, weil er Einsätze in der Startelf bekam. „So gern ich in Bielefeld war, ich wollte mehr spielen, bekam aber nicht die Möglichkeit." Im Schatten von Klos Testroet stand immer im Schatten von Fabian Klos, wurde zwischenzeitlich sogar an den VfL Osnabrück ausgeliehen. Mit Interesse verfolgte „Paco" die jüngste Entwicklung bei seinem Ex-Klub. „Es ist sicherlich eine mutige Entscheidung, Klos auf die Bank zu setzen, denn er hat seine Verdienste für den Verein. Letztlich gibt der Erfolg dem Trainer aber recht." Wie das Spiel am Sonntag verlaufen könnte, vermag Testroet nicht zu sagen. „Wie soll man diese Bielefelder Mannschaft bewerten nach dem 6:0 gegen Braunschweig? Vielleicht gehen sie noch einmal volles Tempo, vielleicht spielen sei ein wenig verhaltener." Seine Mannschaft habe auf jeden Fall den Vorteil, dass sie ohne großen Druck in das Spiel gehen könne. „Für Bielefeld geht es um alles. Wir haben sicherlich eine gewisse Lockerheit, werden aber die nötige Spannung haben. Ich rechne mit einem harten Kampf über 90 Minuten", sagt Testroet.

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