Der Bielefelder Keanu Staude nach dem 1:0. - © Christian Weische
Der Bielefelder Keanu Staude nach dem 1:0. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Keanu Staude steht vor dem Durchbruch bei Arminias Profis

Ein Bielefelder Junge

Peter Burkamp

Bielefeld. Keanu Staude verkörpert exakt das, was sich die Arminen – Fans wie Verein – seit langem wünschen: Ein Eigengewächs schafft den Sprung in den Profikader und hat gute Chancen, sich zu etablieren, wie die jüngsten Spiele zeigen. Nach seinem Tor in Bochum ebnete der Offensivspieler gegen Braunschweig mit einem Solo den Weg zur Führung und erzielte in dem enorm wichtigen Spiel das 5:0. „Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hatte eine Gänsehaut", erinnert sich Frank Staude, der Vater von Keanu, an den Moment, als sein Sohn, per Hacke von Tom Schütz bedient, auf das Braunschweiger Tor zu lief und den Ball kühl zum 5:0 versenkte. „Ich habe an nichts mehr gedacht und es einfach nur genossen", meinte der Torschütze selbst, der nach seinem zweiten Saisontor von Mitspielern und Fans frenetisch gefeiert worden war. Von den Minikickern über die Junioren-Bundesliga bis zur 2. Liga – der mittlerweile 20-Jährige hat einen langen Weg beim DSC hinter sich. „Er ist ein echter Bielefelder Junge", sagt Keanus Vater Frank. Der 48-Jährige und seine Frau Alexandra haben ihren Sohn stets begleitet. "Keanu ist ein eher unbekümmerter Typ" „Vielleicht waren es zwei oder drei Spiele, die wir in dieser ganzen Zeit nicht gesehen haben", sagt Staude und erinnert sich an „Erfolge, Rückschläge und auch mal Tränen. Die jungen Spieler stehen schon unter Druck, aber Keanu ist ein eher unbekümmerter Typ. Wir haben ihn machen lassen und uns nicht eingemischt. Er hat immer sein Ziel vor Augen gehabt." Und das lautet jetzt natürlich Klassenerhalt. „In Dresden müssen wir noch mal die gleiche Leistung wie gegen Braunschweig zeigen", sagt Keanu Staude und hofft auf einen weiteren Sieg. „Die 2. Liga ist für den Verein und die Stadt extrem wichtig", weiß Frank Staude, der in den vergangenen 40 Jahren als Almgänger alle Höhen und Tiefen miterlebt hat und durch seinen Sohn eine noch intensivere Verbindung zum DSC hat. Beeindruckt von Unterstützung der Fans Natürlich fahre er auch nach Dresden, um Keanu und Arminia anzufeuern. In Bochum sei sein Sohn von der Unterstützung der Fans tief beeindruckt gewesen: „Das pusht ihn ungemein." Für Keanu gebe es im Moment „nichts Schöneres als in der Stadt, in der er aufgewachsen ist und seine Eltern und Freunde leben, Fußball zu spielen". Staude geht davon aus, dass sein Sohn auf dem Teppich bleibt. Darauf werde auch sein Umfeld achten. Carsten Rump, schon in der U 19 Trainer von Staude, ist eine besondere Bezugsperson für Keanu. „Ihm und Samir Arabi, der ihm den Sprung zu den Profis mit ermöglicht hat, haben wir einiges zu verdanken", sagt Frank Staude. Arabi fand es sehr wichtig, „dass Keanu seine Leistung aus dem Bochum-Spiel gegen Braunschweig bestätigt hat. Er muss sich jetzt kontinuierlich weiterentwickeln", erwartet Arminias Sport-Geschäftsführer. Positive Worte gab es für Staude nach dem Braunschweig-Spiel auch von Trainer Jeff Saibene, der die Variabilität des Youngsters lobte. In Dresden kann es aus Sicht der Fans und des Vereins so weitergehen.

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