Nicht aufzuhalten: Arminias Manuel Prietl (M.) läuft im Hinspiel dem Heidenheimer Marcel Titsch-Rivero davon. Michael Görlitz (l.) befindet sich ebenfalls in der Vorwärtsbewegung. - © Christian Weische
Nicht aufzuhalten: Arminias Manuel Prietl (M.) läuft im Hinspiel dem Heidenheimer Marcel Titsch-Rivero davon. Michael Görlitz (l.) befindet sich ebenfalls in der Vorwärtsbewegung. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia will den Auswärtsfluch in Heidenheim beenden

Trainer Saibene spendet Torhüter Davari am freien Tag telefonisch Trost und stärkt den Pechvogel

Jörg Fritz

Bielefeld. Die Reisen zur Ostalb endeten für den DSC Arminia Bielefeld stets mit Misserfolgserlebnissen. Dreimal kam es bisher in der Voith-Arena als Gast des 1. FC Heidenheim zu Punktsspielduellen. Und dreimal kehrten die Arminen mit leeren Händen nach Ostwestfalen zurück. Am 24. März 2012 verlor der damalige Drittligist Arminia unglücklich mit 1:2, nachdem Tom Schütz in der Nachspielzeit ein Patzer unterlaufen war. Am 20. April 2013 kassierte Arminia eine 0:3-Niederlage. Fabian Klos und Marc Lorenz sahen die Rote Karte. Auch in der letzten Saison herrschte das gleiche Bild. Zweitligist Arminia verlor 2:3. Sebastian Schuppan, Christoph Hemlein und Florian Dick lieferten den Gastgebern Torgeschenke. Ein weiteres großzügiges Gastgeschenk dürfen die Arminen am Samstag um 13 Uhr in der Voith-Arena (Liveticker auf nw.de) nicht verteilen, um das Ziel des Klassenerhaltes nicht vorzeitig zu gefährden. Aus den verbleibenden drei Auswärts- und zwei Heimbegegnungen sollten die Arminen, die mit 30 Punkten auf dem direkten Abstiegsrang 17 platziert sind, noch neun Zähler erkämpfen, um auf der sicheren Seite zu stehen. Schlechteste Abwehr der Liga Hoffnung, dass dieser Plan aufgeht, lieferte das letzte Meisterschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart. Trotz der 2:3-Niederlage durfte Trainer Jeff Saibene mit der Vorstellung seiner Offensivabteilung zufrieden sein. Sorgen bereitet wie schon während der gesamten Saison die Defensive. Mit 49 Gegentoren stellt Arminia die schlechteste Abwehr der gesamten Liga. Saibene bewertet hingegen das Abwehrverhalten gegen die Schwaben als nicht ganz so schlecht. „Bis zum 1:1 haben wir wenig zugelassen", meinte der Luxemburger. „Dass eine solche Spitzenmannschaft vier bis fünf Torchancen sich dann erarbeite, sei doch völlig normal, sagte der Fußballlehrer. „Das muss man sich doch eingestehen." Seine Zwischenbilanz nach vier Spielen als verantwortlicher Bielefelder Coach fällt positiv aus. „Bis auf die Partie in Würzburg haben wir in jedem Spiel einen stabilen Eindruck hinterlassen. Wir können gegen jeden Gegner mithalten." Deshalb fällt auch seine Analyse der Niederlage gegen den VfB Stuttgart weniger kritisch aus. „Wir haben nicht viel falsch gemacht. Der VfB hat nur viel mehr richtig gemacht. Das muss man akzeptieren." Unterstützung für Davari Arminias Torhüter Daniel Davari, der mit seinem folgenreichen Abspielfehler die Niederlage gegen Stuttgart am Montagabend eingeleitet hatte, erhielt am trainingsfreien Mittwoch einen Anruf seines Trainers. „Ich habe ihm meine Unterstützung zugesichert", sagte Saibene. „Daniel darf sich nach diesem Patzer nicht so viele Gedanken machen. Wir stehen zu 100 Prozent hinter ihm." Die Heidenheimer, die zwölf der bisher 29 ausgetragenen Meisterschaftsbegegnungen ohne Gegentor beendeten, seien, so Saibene, ein „Gegner auf Augenhöhe, der aber schlagbar ist." Ein Ende des Auswärtsfluchs auf der Ostalb würde im Bielefelder Lager für ein wenig mehr Entspannung im Abstiegskampf sorgen.

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